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Philharmoniker

Von der Piaf in den Musikverein

Die legendären "Swingle Singers" gastieren bei den Wiener Philharmonikern vom 28. - 31. 03.

Unzufriedenheit stand am Anfang. Ein paar Background-Sänger von Edith Piaf und Charles Aznavour wollten nicht länger im Studiohintergrund bleiben. Der Amerikaner Ward Swingle gründete daher ein Gesangsoktett. Je vier Damen und Herren probten ­unbegleitet oder mit Rhythmusgruppe. 1962 starteten diese Swingle Singers. Ihre erste Langspielplatte hieß Bachs Greatest Hits, erhielt in den USA einen Grammy und wurde über Monate zum Bestseller. Nach anderthalb Jahren begannen die Swingle Singers mit Live-Auftritten. Naturgemäß sind die Gründungsmitglieder heute nicht mehr dabei. Das Ensemble musste immer wieder verjüngt werden, blieb jedoch seinem Prinzip treu, traditionelle Musik und Folklore in Vokal-Arrangements zu verwandeln. Auch zeitgenössische Komponisten wurden zu Werken für die Gruppe animiert.

Sinfonia
Luciano Berio hat seine 1969 uraufgeführte Sinfonia für die Swingle Singers komponiert. Zitate von Martin Luther King, Joyce, Beckett und Sprachfetzen vermischte er mit einer Paraphrase auf Mahlers Zweite Symphonie. Zubin Mehta dirigiert das Stück im nächsten Konzert der Wiener Philharmoniker. (lö)