Bei der Eröffnung der Wiener Festwochen wird am 11. Mai wieder um die Wette musiziert: Im Rahmen des "Eurovision Young Musicians"-Finale treten sieben Jungtalente internationaler Herkunft auf der Bühne am Rathausplatz gegeneinander an. Zu sehen und zu hören sein werden auch "exotische Instrumente" wie das Kanun und das Cimbalom, kündigte Multi-Percussionist Martin Grubinger, der den Eröffnungsabend moderieren wird, am Dienstag in einem Pressegespräch an. Unterstützt wird der Musikernachwuchs u.a. von der Blechbläserformation Mnozil Brass und dem Radio Symphonieorchester (RSO).

Sieben Tage Kultur

Wiener Festwochen werden eröffnet

Anpfiff zu den Wiener Festwochen - die erste Woche startet am 6. Mai.

Die kommende Kulturwoche ist die erste der diesjährigen Wiener Festwochen. Bis 16. Juni sind in der letzten von Intendant Luc Bondy verantworteten Festivalausgabe 40 Produktionen aus 40 Ländern zu sehen. Highlights des übrigen Programms: Die Wiener Stadthalle wird "Pink", in der Arena spielt Gianna Nannini und im neuen Linzer Musiktheater erlebt Peter Androschs "Opernmaschine" ihre Uraufführung.

Breitgefächertes Programm
Am Montag präsentieren Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder und Samsung-Direktor Seong Cho den neuen Multimediaguide der Albertina, der ganz auf Interaktivität setzt. Und in der Akademie der bildenden Künste am Schillerplatz beschäftigt sich der syrische Karikaturist Ali Ferzat mit Kunst und Revolution im arabischen Raum.

Am Dienstag lädt die Filmwirtschaft unter dem Titel "Braunschlag statt Kahlschlag" zu einer Pressekonferenz, bei der vor den Auswirkungen der ORF-Kürzungspläne auf die heimische Filmproduktion gewarnt wird. Volkstheater-Direktor Michael Schottenberg präsentiert seinen Jahresspielplan 2013/14 und im Künstlerhaus Kino stellt das Kurzfilm-Festival "Vienna Independent Shorts" kurz und bündig seinen 2013er-Jahrgang vor.

Musikalische Mischung
Musikalisch geprägt präsentiert sich der Mittwoch: Auf dem Heldenplatz spielen die Wiener Symphoniker unter Bertrand de Billy beim "Fest der Freude" über die Befreiung von der nationalsozialistischen Herrschaft ein Gedenkkonzert an die Millionen Opfer, in der Szene Wien spielen die Sportfreunde Stiller auf, in der Arena gastiert die 56-Jährige Rocksängerin Gianna Nannini und präsentiert Material aus ihrem 18. Studioalbum "Inno". Im Museumsquartier startet zwei Tage vor der offiziellen Eröffnung das Programm der Wiener Festwochen mit der Uraufführung von Franz Koglmanns Fiction-Wirtschaftsoper "Join!" nach einem Libretto des ehemaligen Topmanagers Alfred Zellinger.

Die zweite Festwochen-Produktion gilt am Donnerstag der Uraufführung der Musik-Theater-Performance "Der ganze Himmel über der Erde: Das Wendy-Syndrom" von Angelica Liddell und Cho Young Wuk im Museumsquartier. Die 33-jährige mehrfache Grammy-Preisträgerin Pink gastiert auf ihrer "The Truth About Love"-Tour in der Wiener Stadthalle. Über die "Feinde Deiner Feinde" singt dagegen die umstrittene Südtiroler Band Frei.Wild.

Offizieller Beginn am Freitag
Am Freitag geht es dann am Abend auch offiziell mit den Wiener Festwochen los. Ehe sich jedoch unter dem Motto "Wien, Wien, nur du allein?" angeleitet von Moderator Nicholas Ofczarek u.a. Die Strottern, Angelika Kirchschlager, Ernst Molden, die Philharmonia Schrammeln Wien, Willi Resetarits und der Stubnblues auf dem Rathausplatz dem Wienerlied widmen, wird im Garten der Secession der Ausstellungs- und Performanceparcours "Unruhe der Form - Entwürfe des politischen Subjekts" eröffnet, bei dem sich die Festwochen auf unterschiedlichster Ebene dem Feld des Politischen stellen.

Am Freitag und Samstag gastiert Luk Perceval mit seiner am Thalia Theater Hamburg erarbeiteten "Hamlet"-Version am Landestheater NÖ, während die Wiener Festwochen im und vor dem Konzerthaus die Festwochen-Konzertreihe sowie im und vor dem Wien Museum die Reihe "Into The City" eröffnen und im Burgtheater der italienische Regisseur Romeo Castellucci und seine Socìetas Raffaello Sanzio "Über das Konzept des Angesichts von Gottes Sohn" arbeiten.

Rolando Villazon am Sonntag zu sehen
Am Sonntag widmen sich 18 jüdische Chöre im Rahmen des "European Jewish Choir Festival Vienna" im Austria Center Vienna "A Song For Peace", singt Rolando Villazon Verdi im Konzerthaus und wartet das neue Linzer Musiktheater mit einer weiteren Uraufführung auf: Der Linzer Komponist Peter Androsch wirft eine "Opernmaschine" an, ein absurdes Maschinentheater "als ein großes, abenteuerliches Experiment, eine Art Märchen nur mit mechanischen Darstellern", so Androsch.

        

Diashow: Die Kultur-Highlights des Jahres 2013

Die Kultur-Highlights des Jahres 2013

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