Ingolf Wunder und Alice Sarah Ott

Neue Alben

Wunder und Ott erobern Klassik-Welt

Die beiden Pianisten entführen ihre Fans auf eine Entdeckungsreise.

Zwei Pianisten starten in der klassischen Welt dieser Tage voll durch.  Ingolf Wunder unternimmt einen Gang durch 300 Jahre Musikgeschichte und Alice Sara Ott erkundet Mussorgskis "Bilder einer Ausstellung" in Russland.

Hier der Trailer zu Wunders "300"

Musikalischer Streifzug durch die Geschichte
Ingolf Wunders musikalische Tour de Force zum Jubiläum: Österreichs Jungstar unter den Pianisten, Ingolf Wunder, ist zwar erst 27 Jahre alt, kommt seit seinem Debüt im Wiener Konzerthaus 1999 heuer aber doch bereits auf seinen 300. öffentlichen Auftritt. Dies nimmt der gebürtige Kärntner zum Anlass, nach zwei Chopin-Einspielungen ein Recital unter dem Titel "300" vorzulegen, mit dem er sich auf eine Reise durch 300 Jahre Musikgeschichte begibt. Von Scarlatti bis Vladimir Horowitz reicht sein Blick, wobei er sich mit John Williams und Ennio Morricone auch zwei Filmkomponisten widmet, denen er nebst dem unvermeidlichen Rimski-Korsakow'schen "Hummelflug" auch eine leichtfüßige Mozart-Sonate beimengt. "Gemeinsam ist ihnen, dass sie die Zeiten überdauert haben und aus jedem Blickwinkel fundamental gut bleiben", begründet Wunder seine Zusammenstellung.

Bilder zum Höhren
Die absichtliche Verführung der Frau Alice Sara Ott: Modest Mussorgskis "Bilder einer Ausstellung" ist eines der großen Soloklavierwerke der Musikgeschichte. Nach Beethoven, Chopin, Liszt und Tschaikowski hat sich die deutsch-japanische Pianistin Alice Sara Ott bei ihrer jüngsten Grammophon-Einspielung nun dem musikalischen Gang durch eine Gemäldegalerie gewidmet. Dabei ist die 24-Jährige das Wagnis eingegangen, das russische Nationalwerk im Mariinski-Theater in St. Petersburg live einzuspielen - ein Schritt, der aufgegangen scheint. Ihr gelingt eine sehr klare Interpretation, bei der sie die Tempi des Werks voll ausreizt und der als Appendix Franz Schuberts seltener gespielte Klaviersonate in D-dur beigeordnet ist. "Ich kann mich bis zu einem bestimmten Grade verständlich machen, aber es gibt Dinge, die ich verbal nicht zum Ausdruck bringen kann", so Ott. Mit "Bilder einer Ausstellung" gelingt es ihr jedoch scheinbar mühelos, die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen.

Hier kommt ein Clip zu Otts "Pictures"

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