Krebs-Drama um TV-Star

"Rosenheim-Cop" stirbt mit 57

Krebs-Drama um TV-Star

München. Die Herzen von Millionen TV-Sehern gewann er mit seiner Paraderolle in Rosenheim-Cops. Den wichtigsten Kampf seines Lebens verlor Joseph Hannesschläger gestern um 7.00 Uhr früh. Der beliebte Schauspieler starb im Alter von 57.

Hospiz. Hannesschläger kämpfte bis zum Schluss mit aller Kraft gegen seine Krankheit. Die letzte Phase verbrachte er in einem Hospiz. Immer an seiner Seite: Ehefrau Bettina (52).

Der sympathische Schauspieler war Star der ZDF-Serie Rosenheim-Cops. 400 Folgen lang spielte er Kriminalhauptkommissar Korbinian Hofer. Auch in Österreich war die bayrische Serie ein absoluter Renner.

Es war zu spät: Darm-Krebs griff schon die Leber an

Schock. Im Oktober 2019 kam der große Schock. Hannesschläger sprach offen über seine Krankheit. Ärzte diagnostizierten einen Tumor im Magen-Darm-Bereich. Es war zu spät: Der Krebs hatte auch schon die Leber befallen.

Der Star konnte nur mehr palliativ behandelt werden – die Ärzte konnten nur mehr die Schmerzen lindern, die Krankheit selbst konnte nicht mehr bekämpft werden.

Absage. Hannesschläger hatte keine Kraft mehr. Er gab seine geliebte Serie auf – nach 20 Jahren im filmischen Polizeidienst. Auch Theateraufführungen sagte er ab.

„Große Liebe“. Was Hannesschlager nie verlassen hat, war seine Lebenslust. Er freute sich über jeden neuen Tag. Seine größte Stütze war Ehefrau Bettina. Der Bild-Zeitung sagte Hannesschläger: „Sie leistet Übermenschliches für mich. Sie ist die Liebe meines Lebens.“

Gestern kondolierte sogar Polizeipräsident Robert Kopp: „Mit großer Trauer habe ich vom Tod unseres Kollegen erfahren.“

»Rosenheim-Cops« ist beliebteste TV-Serie

Top-Quoten. Seit 2002 spielte Joseph Hannesschläger Kommissar Korbinian Hofer. In Österreich ist er damit ein absoluter Star geworden. Rosenheim-Cops ist die beliebteste TV-Serie im ORF. Keine US-Produktion hat eine Chance gegen die bayrischen Krimis. Die meistgesehene Folge zog ziemlich genau vor einem Jahr 1,76 Millionen Zuseher in ihren Bann (am 10. Jänner 2019). Der ORF sendet am Donnerstag im Hauptabend eine Doppelfolge.

Todes-Geisel Krebs: ›19.000 Opfer pro Jahr in Österreich‹ pro Jahr in Österreich«

Krebserkrankungen sind für ein Viertel der jährlichen Todesfälle verantwortlich.

Wien. Tendenziell gehen Risiko einer Neuerkrankung und Sterblichkeitsrisiko bei Krebs in Österreich zurück. Richard Greil, Leiter des Salzburger Krebsforschungszentrums, glaubt sogar: „Krebs wird bis 2050 heilbar sein“, sagt er. Greil erzielt große Erfolge mit der Immuntherapie gegen aggressive Formen der Leukämie und von Lymphdrüsenkrebs: „Auch haben wir deutlich bessere Medikamente entwickeln können“, so Paul Sevelda, Chef der Krebshilfe.

Brustkrebs. Aber: Noch immer erkranken laut Statistik Austria (Stand 2016) jährlich mehr als 40.000 Menschen an der Geisel Krebs. 21.000 davon sind Männer, 19.000 Frauen. Insgesamt leben derzeit 350.000 Menschen mit der Diagnose Krebs. Die häufigste Form bei Männern ist seit 1994 Prostatakrebs. Davor lag Lungenkrebs an der Spitze der diagnostizierten Leiden. Bei Frauen ist Brustkrebs die häufigste Krebslokalisation, wobei der Anteil der erkrankten Frauen gesunken ist. Der deutliche Rückgang ist zum großen Teil auf die Handhabung der Vorsorgeuntersuchungen zurückzuführen („Screening-Effekt“).

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