Bürgermeister will Aids-Charity ohne Keszler

Verhandlungen über ein Comeback

Bürgermeister will Aids-Charity ohne Keszler

Wiens Bürgermeister überlegt, wie er das Mega-Projekt weiterführen kann. 

Nach seiner überraschenden Absage hielt Wiens Bürgermeister Ludwig – in alter Häupl-Tradition – nun doch gestern eine Rede am Wiener Rathausplatz im Zuge der Life-Ball-Show. Er hat sogar kurz vor dem Event noch mit ­einer Finanz-Spritze von kolportierten 100.000 Euro geholfen. Alles Zeichen, die dafür sprechen, dass der Life Ball vielleicht doch nicht zum letzten Mal sein buntes Treiben veranstaltet. „Die Stadt Wien ist weiterhin bereit den Life Ball zu unterstützen und es soll weitergehen. Es geht hier um eine wichtige Botschaft. In welcher Form es weitergeht, haben wir als Stadt Wien nicht zu entscheiden, aber es ist mir ein großes Anliegen“, so der Bürgermeister im Talk mit ÖSTERREICH. Das bekräftigte Ludwig danach erneut bei seiner Rede.

Agentur statt Keszler?

Im Wiener Gemeinderat soll Ludwig bereits angekündigt haben, dass die Stadt Wien an der Planung für die Weiterführung – allerdings ohne Gery Keszler – arbeitet. 

Als Veranstalter will die Stadt Wien dabei aber nicht auftreten, sondern den Ball eventuell durch einen von der Stadt geförderten Verein durchführen lassen.
 
Angebot: Noch bevor Kesz­ler das Life-Ball-Aus kommunizierte, habe man dem Ballvater das Angebot gemacht, „den Ball in anderer Form gemeinsam weiterzuführen“. Keszler wäre dabei als Gesicht und Kopf erhalten geblieben, aber die Organisation hätte in „professionellere“ Hände gelegt werden sollen.
 
Ohne Keszlers Zustimmung oder Mitarbeit könnte es für die Stadt Wien aber schwierig werden. Zum einen sind Keszlers weltweite Kontakte unbezahlbar und außerdem ist die Marke „Life Ball“ noch bis 2027 patentrechtlich geschützt.