23. April 2015 09:33
Trauerüberwindung
Iva Schell: "Ich denke viel an ihn"
Schell-Witwe: "Führe Zwiegespräche in Gedanken mit ihm."
Iva Schell: "Ich denke viel an ihn"
© oe24

Als Maximilian Schell plötzlich nach einer Rückenoperation verstarb, brach für seine Ehefrau Iva eine Welt zusammen. Jetzt, ein Jahr nach seinem Tod, geht es ihr zwar wieder besser, doch die Trauer sitzt noch immer tief. In ihrem Beruf, Freunden, Familie und auf Reisen versucht die Witwe, Ablenkung zu finden. "Der Schockzustand und die darauffolgende Instabilität sind nun größtenteils überwunden", erklärt sie. Doch die Gedanken sind oft bei ihrem verstorbenen Gatten.

Kraft im Glauben
"Ich denke viel an ihn und führe in Gedanken Zwiegespräche mit ihm. Ich bin durch die Erfahrung mit dem Tod von Maximilian dem Glauben wieder näher gekommen und finde darin auch neue Kraft", erzählt die 37-Jährige im Interview mit Blick.ch, wie sie nach dem tragischen Verlust wieder neuen Lebensmut schöpfen kann. Denn das ist es, was sich auch Maximilian von ihr gewünscht hätte. "Er hat sich immer gewünscht, dass ich auch nach seinem Tod wieder glücklich werde und meinen Weg positiv und fröhlich weitergehe. Die Zeit mit ihm wir immer in meinem Herzen bleiben", meint Iva Schell.

In die Einsamkeit verkriechen will sie sich nicht, darum wird die Alp in Preitenegg, Schells Lebensmittelpunkt, zwar immer ein Rückzugsort für sie bleiben, doch ganz dort leben kann Iva nicht. "Die Einsamkeit hier oben wird nach einigen Wochen schwer für mich", erklärt sie. Darum zieht es sie immer wieder nach Wien zu Freunden.

Die Zeit mit ihrem Ehemann will die Opernsängerin nicht missen. Sie erinnert sich gerne an die schönen Stunden zurück, "die vielen intensiven Gespräche über die Zukunft des Lebens, über den Beruf, über Leidenschaft, Liebe, Fantasie, Träumerei und Realität". Für sie scheint es also wieder bergauf zu gehen, so gut es nach ihrem Verlust eben möglich ist.

VIDEO: Maximilian Schell wird beigesetzt