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Strache-Anwältin Venturini im Interview

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Die Anwältin von Philippa Strache im Interview mit oe24.TV.

oe24.TV: Lange Zeit war von schweren Eheverfehlungen die Rede. Jetzt ist herausgekommen, Heinz-Christian Strache hat bereits ein uneheliches Kind aus einer Affäre – aus der Zeit, wo er eigentlich mit Philippa Strache schon zusammen war. Ist das die eheliche Verfehlung von der immer die Rede war?


Kristina Venturini: Das ist korrekt. Es ist die Eheverfehlung und ich glaube, es bleibt auch eine Eheverfehlung. Er kann das nicht schön reden. Auch sein Angriff offenbar in der Scheidungsstrategie, aber es ist und bleibt eine schwere Eheverfehlung.

oe24.TV: Wie sehr war Philippa Strache von dieser Kenntnisnahme auch betroffen, denn Sie haben ja lange Zeit auch als Vorzeige-Ehepaar gegolten – man hat nicht gewusst, was da im Hintergrund schlauert?

Venturini: Sie war schwer betroffen, muss ich sagen, weil es war in Form eines Geständnisses. Sie wusste gar nichts und er hat es von Beginn an gewusst. Genau das macht es aus, wir stehen es überhaupt nicht, wo man das in die Öffentlichkeit trägt. Wir wollten das nicht thematisieren. Für uns war es wichtig, genau diese Verfehlung in der Privatsphäre aller Beteiligten zu belassen.

oe24.TV: Frau Venturini natürlich die spannende Frage: Jetzt ist ja auch der Scheidungstermin verschoben worden – heißt es – um knapp drei Wochen. Wird das jetzt in ihrer Strategie miteinfließen, natürlich diese Enthüllung auch?


Venturini: (Na) Selbstverständlich, also jetzt müssen wir natürlich die ganzen Informationen zu Gerichte tragen. Die Scheidung ist deshalb verschoben worden, weil es eine Terminkollision gab, das ist ganz etwas Normales in einer Scheidung. Aus meiner Sicht ist es höchste Zeit, dass wir uns jetzt alle an einen Tisch setzen und das so rasch wie möglich lösen.

oe24.TV: Eine Frage noch: Es hatte die Gerüchte gegeben, dass HC-Strache womöglich Unterhalt fordern würde von seiner Ehefrau Philippa, aber ich glaube, das dürfte damit eigentlich vom Tisch sein oder wird das auch ein Thema noch sein?


Venturini: Das ist definitiv vom Tisch, weil der Unterhalt *unverständlich* setzt voraus, dass das alleinige Verschulden die Philippa treffen würde und da ist ja genau das Gegenteil hier der Fall – also die wird definitiv keinen Unterhalt zahlen müssen.

oe24.TV: Wie geht es ihrer Mandantin aktuell?

Venturini: Aktuell – ich hab mit ihr noch gar nicht gesprochen, muss ich sagen, aber man kann sich schon vorstellen, dass sie schwer betroffen ist davon, weil sie wollte genau das verhindern. Sie wollte diese persönliche Sache nicht in die Öffentlichkeit tragen und sie hat sicher kein Verständnis warum man diesen Schritt setzt und man muss auch die Privatsphäre von diesem Kind schützen, weil das ist ja ein junger Mensch und das darf man auf jeden Fall nicht namentlich nach außen tragen. Ich hoffe nicht, dass der Herr Strache diesen Schritt setzt.

oe24.TV: Aber natürlich jetzt ist das auch an die Öffentlichkeit gekommen und es gibt ja, in diesem Fall ja mehrere Beteiligte auch, wie es heißt, es geht ja auch um einen quasi gehörnten Ehemann, da ist von einem Kuckuckskind die Rede. Hat Ihre Mandantin von diesem Ehemann, dem vermeintlichen Kindesvater, erfahren von dieser Affäre.


Venturini: Meine Mandantin hat es erfahren durch ein Geständnis. Also er hat ihr gestanden, hat ihr reumütig ein Geständnis gemacht, es tut ihm furchtbar leid und warum er das jetzt umdreht, dass man alles gewusst hätte, das ist für mich nicht nachvollziehbar.

oe24.TV: Es wurde immer wieder darüber berichtet, dass der gehörnte Ehemann auch für Philippa Strache jetzt Beweise, sozusagen zu diesem Vorfall, zur Verfügung gestellt hat. Entspricht das den Tatsachen?

Venturini: Wir haben definitiv jede Menge Beweise und wie gesagt, wir wollen wirklich, ich kann nur noch mal appellieren, eine friedliche Lösung. Wir wollen keinen Rosenkrieg, so wie es aussieht hat der Herr Strache einen anderen Weg eingeschlagen. Wir werden unsere Philosophie beibehalten, wollen eine friedliche Lösung, wir wollen keinen Streit und wir haben genug Beweise – notfalls müssen wir die wirklich vorlegen. Eine Woche vor der Gerichtsverhandlung kann man einen Schriftsatz erstatten und da kann man dann auch diese Beweise vorlegen.

oe24.TV: Ich hab das heute so formuliert: „Ich geh mal davon aus, hoch gewinnen wird er das nicht mehr, HC Strache“ Oder? Salopp formuliert.

Venturini: Nein, das kann er gar nicht gewinnen und bei einer Scheidung kann man nur dann gewinnen, wenn man es einvernehmlich macht, sonst hat man zwei Verlierer und sonst wird womöglich auch noch die andere Familie involviert, weil das Kind stammt ja aus der Ehe mit einem anderen Paar, also die Frau ist selber verheiratet und, dass man die dann alle als Zeugen zu Gericht bitten muss, diesen Schritt möchten wir sicher verhindern.

oe24.TV: Rechnen Sie jetzt mit einer schnellen einvernehmlichen Scheidung?


Venturini: Es wird sicher schwierig und es wird ausschließlich am Herrn Strache liegen, dass er einer einvernehmlichen zustimmt.
Gibt es noch weitere Eheverfehlungen, die Philippa Strache vielleicht hier noch als Ass im Ärmel hat oder war es das dann?
Anwältin: Nein, wir haben jede Menge noch, aber da möchte ich keinen Kommentar dazu abgeben.

  

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