Eine Stunde mit Ruby  in der Loge

ÖSTERREICH war dabei

Eine Stunde mit Ruby in der Loge

Sie lachte, sie tanzte und sie vergnügte sich. Ruby Rubacuori war Lugners Sonnenschein.

Vor der Türe balgten sich Unzählige und begehrten Einlass. Und ja, es war nicht einfach sich Gehör zu verschaffen. Selbst wenn man schon mit Richard Lugner (78) und Helmut Werner (26) nach Genua geflogen war, um Rubi Rubacuori abzuholen.

Einmal drinnen angekommen, spürte man fast so etwas wie familiäre Vertrauheit. „Es ist so ein tolles Fest!“, freute sich Lugners Stargast, bietet mir einen Platz ihr gegenüber an. Auch meine Sitznachbarin Jacqueline Lugner schien happy mit der Wahl des Herrn Papa: „Sie ist ein ganz normales Mädchen und witzig ist sie auch!“

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    Bezaubernd

    Stimmt, denn schmollen sah man die gebürtige Marokkanerin nie. „Wien ist eine ganz bezaubernde Stadt. Ich werde Luca (Anm.: gemeint war ihr Verlobter) so viel zu erzählen haben!“, erklärte die 18-jährige, die sich auch immer wieder für ihr Englisch entschuldigte. „My English is bad!“, kicherte sie. „Allemal besser als mein Italienisch!“, lachte ich zurück.

    Und wenn überhaupt nichts mehr ging, schritt Eis am Stiel-Star Zachi Noy (57) ein. Der gebürtige Israeli parliert in mehreren Sprachen – sein Deutsch ist nahezu perfekt. „... ich habe schließlich auch eine Zeit lang in München gelebt!“, fügte er hinzu.

    Keine Langeweile
    Also kam nie Langeweile auf. Und schon gar nicht bei Ruby. Im Gegenteil. Auch der Rummel um ihre Person stört sie gar nicht. „Ach wo. Du hast doch selbst in Genua am Flughafen gesehen, was wir dort erleben. Den Trubel um meine Person bin ich also gewohnt!“, sprachs und ließ sich kurz entschuldigen.

    Sie ging in den hinteren Teil der Loge – um was zu tun? Kein Scherz, Ruby übte ein paar Tanzschritte in Vorbereitung darauf, wenig später gemeinsam mit ihrem Gastgeber die Tanzfläche zu entern. Denn obwohl sie keinen Walzer beherrscht: „Einmal will schon auf dem Parkett stehen!“

    Tat sie schließlich auch. Ein paar Flaschen Wasser und ein Paar Sacherwürstel später legte sie eine kesse Sohle hin. Walzerkenntnisse? In diesem Fall nicht notwendig. Bis 1.57 Uhr vergnügte sie sich am Ball. Noch in der Loge ihr Versprechen: „Ich komme bald wieder!“

    Norman Schenz