Richard Lugner / Opernball

Sie blieb nur 15 Minuten

Fans sauer auf Gina Lollobrigida

"Autogrammviertelstunde" abgebrochen. Publikum: "Frechheit, Gemeinheit!"

Nach rund 25 Minuten war alles vorbei - für die meisten Bewunderer und Zaungäste endete Gina Lollobrigidas "Autogrammstunde" in der Wiener Lugner City am Donnerstagnachmittag mit einer Enttäuschung. Die Reaktionen des Publikums waren zum Teil ausgesprochen erbost: Sie nannten den offizielle Termin "Frechheit", "Schiebung" und "Gemeinheit". Verärgerte Fans sprachen von einer "Autogramm-Viertelstunde".

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Langes Warten - umsonst!
Einige hatten seit Mittag ausgeharrt, um eine der begehrten Unterschriften der Filmdiva persönlich zu ergattern. Die 85-jährige "Stargästin Gina Nationale", wie Christina "Mausi" Lugner sie vorstellte, zählte jahrzehntelang zu den schönsten Frauen der Welt. Im apricot-farbenen Pelz über dem gold-schwarzen Ensemble könne sie sich durchaus noch sehen lassen, meinte das Publikum. Allerdings schien sie körperlich recht angeschlagen. Gebückt kam sie ihrer Pflicht einige Minuten lang nach - selbst dabei dermaßen abgeschirmt von hünenhaften Bodyguards, dass man ihr beim Signieren nicht einmal wirklich auf die Finger schauen konnte. Prompt machten Gerüchte die Runde, das eine oder andere Autogramm wäre "gefälscht".

Diashow: Gina Lollobrigida: Autogrammstunde in Lugner City

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Opernball Lollobrigida Lugner City
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Was jenen, die den Co-Opernballgast des Hausherren gar nicht wirklich kennen, vermutlich nicht allzu viel ausgemacht hätten: "Warum bringt man so eine alte Dame?", fragte etwa ein Herr, der durchaus zur selben Generation zählen dürfte. "Ist das Sophia Loren?" fragte ein anderer.

Vielleicht sollte die ehemalige Schönheitskönigin die Bundeshauptstadt öfters beehren. "Mein letzter Wien-Besuch ist rund zehn Jahre her", erzählte die Diva. Auf den Ball der Bälle geht sie das allererste Mal, erzählte sie. Ein junger Mann im Anzug äußerte im APA-Gespräch Verständnis für den Kurzauftritt. "Sie muss sich für den Ball fertigmachen." Auch wenn für ihn keine bleibende Erinnerung in Form einer eigenhändigen Unterschrift der Dame herausgeschaut hat, zeigte er sich wenig enttäuscht. Immerhin habe er sie einmal aus der Nähe gesehen. "Sie hat noch sehr gut ausgeschaut."

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