Royale Hochzeits-Revolution

Umbruch im Königshaus

Royale Hochzeits-Revolution

Zwei Milliarden verfolgten weltweit vorm TV das romantische Spektakel, allein in den USA satte 28 Millionen. Rekord. 120.000 Fans bestaunten in Windsor das Spektakel live. Sie sahen „the power of ­love“, eine Hochzeit, wie es sie im britischen Königshaus so noch nie gegeben hat: jung, modern, revolutionär, multikulti. Ein Mix aus Hollywood und britischem Hochadel.

„Kisstory“. Meghan setzte schon zu Beginn ein starkes Statement: Die ersten Meter zum Altar ging sie allein. Das gab’s noch nie. Meghan, 36, Afroamerikanerin, drei Jahre älter als Harry (33), zerrüttetes Elternhaus, eine gescheiterte Ehe, zeigte damit: „Ich kämpfe für die Gleichberechtigung von Frauen.“ Erst danach wurde sie von Prinz Charles geführt, dem Schwiegervater: „Danke, Pa“, sagte Harry. Zwei simple Worte, die beweisen, wie innig das Verhältnis zwischen den beiden wieder ist.

Prinz Harry zu Meghan: "Du siehst atemberaubend aus"

„Amazing“. Gleich darauf der nächste Wow-Moment: „Du siehst atemberaubend aus. Ich habe dich vermisst“, strahlte Harry. Jeder hat noch die Bilder im Kopf, wie Harry als kleiner Bub verloren mit gesenktem Kopf hinter dem Sarg seiner Mutter Diana hertrottete. Nun ist er der royale Rockstar, der offen seine Gefühle zeigt und während der Trauung die Hand seiner Meghan hielt.

Erinnerung an Diana: ihr Ring als Braut-Geschenk

Starke Worte. Selbst die Trauungszeremonie war revolutionär: Die Predigt hielt US-Prediger Michael Curry und nicht der ehrwürdige Erzbischof von Canterbury. Er las sie vom iPad ab (siehe unten), sie dauerte endlose 14 Minuten. Kernsatz: „Es ist die Kraft der Liebe, so simpel ist es.“ Gesungen hat ein Gospel-
Chor. Auch das war für den Briten-Adel gewöhnungsbedürftig. Und schließlich die Brautmutter: Allein saß Doria Ragland, eine Yogalehrerin und Sozialarbeiterin aus L. A., auf der Bank, vergaß die Welt um sich und ließ ihren Tränen freien Lauf.

Auch Diana, die verstorbene Mutter des Prinzen, war präsent. Ihre Schwester las aus der Bibel. Harry schenkte seiner Braut zur Hochzeit einen Ring, der ­seiner Mutter gehörte.

Harry Meghan © Getty

Jaguar E

Erstaunliche Einblicke auch bei der 30-minütigen Kutschfahrt vorbei an Zehntausenden begeisterten Fans quer durch Windsor. Die Menschen jubelten, winkten, eine einzigartige Stimmung, ein ganzes Land im Freudentaumel. Mit dieser Begeisterung hat das Brautpaar nicht gerechnet. „Wow“, war ­Meghan überwältigt, Harry sagte trocken: „Jetzt brauch ich einen Drink.“ Selbst als das Paar im offenen Jaguar E zur Feier rauschte, setzte es ein Zeichen: Der Autoklassiker aus dem Jahr 1968 hat einen modernen Elektromotor.

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