Betrugs-Vorwurf: So wehrt sich Joker

"Wer wird Millionär"

Betrugs-Vorwurf: So wehrt sich Joker

"Wer wird Millionär?" ist der Klassiker unter den Quiz-Shows. In Österreich moderiert seit Jahren Armin Assinger, die deutsche Version wird von Kult-Talker Günther Jauch geleitet. Der musste am Donnerstag mit ansehen (oder eher hören), wie ein Telefon-Joker möglicherweise geschwindelt hat.

Kandidatin Roxanne von der Weiden hing bei der 64.000 Euro-Frage. Bei einer Fußballfrage stieß sie an ihre Grenzen.

"Welcher Verein übernahm kürzlich von Alemania Aachen die Tabellenführung in der Ewigen Tabelle der 2.  Bundesliga?

A. Erzgebirge Aue

B. Greuther Fürth

C. St. Pauli

D. MSV Duisburg

Auch mithilfe des 50:50-Jokers (übrig blieben Aue und Greuther Fürth) kam Roxanne nicht weiter. Deswegen rief sie noch Carsten Zillmann, ihren Telefonjoker, an. Zillmann gab zunächst an, dass er durchaus über Fußballfachwissen verfügt, kam dann aber doch ins Schwitzen: "Puuuuhhh, da muss ich mal überlegen." Dann verrannen die 30 Sekunden, ohne dass man von dem Telefonjoker etwas hörte, bis er plötzlich rief: "Greuther Fürth! Ich bin sehr sicher, Greuther Fürth!"

Bei Twitter wird jetzt diskutiert, ob Zillmann die Frage gegoogelt hat. Roxanne brauchte 12 Sekunden, um die Frage zu stellen, blieben also noch 18, um die Antwort zu googeln. Die plötzliche Eingebung des Telefonjokers ist zumindest sehr verdächtig, aber um zu googeln bräuchte man schon sehr flinke Finger.


So wehrt sich Telefon-Joker

Gegenüber BILD wehrte sich besagter Telefon-Joker am Dienstag: "Wenn man Betrug vorgeworfen kriegt, dann ist das nicht schön. Ich habe das nicht gegoogelt. Ich bin mir nicht sicher, ob jemand unter diesen Bedingungen überhaupt so schnell googeln kann oder überhaupt auf die Idee kommt", meinte er. Er sei einfach nur "unfassbar nervös" gewesen.

"Bei einer Fußball-Frage kann man sich als Sportjournalist nur blamieren. Da steigt die Aufregung um 100 Prozent", so die Rechtfertigung. Er sei sich zwar - nachdem er die Frage "geschnallt" hatte - relativ schnell sicher gewesen, "bin die Antworten aber nochmal für mich zehn Sekunden im Kopf durchgegangen und habe dann erst geantwortet", gab er gegenüber der Zeitung an.

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