ORF-Chef Wrabetz setzt

1. Amtshandlung

ORF-Chef Wrabetz setzt "Onkel Charlie" ab

Spektakuläre erste Amtshandlung von Alexander Wrabetz nach seiner Wiederwahl. Wegen der katastrophalen Quotenbilanz für die US-Sitcom Mein cooler Onkel Charlie im Samstag-Hauptabend von ORF eins zieht der alte und neue ORF-Chef jetzt die Notbremse. Die Serie mit Skandalschauspieler Charlie Sheen verschwindet nach dem kommenden Samstag – an dem die letzte Doppelfolge läuft – aus dem Hauptabend. ORF eins strahlt ab dem 20. August wieder Spielfilme aus.

Miese Zahlen
ORF eins holte mit Onkel Charlie im Schnitt nur 158.000 Zuschauer am so wichtigen Samstag-Hauptabend. Der Tiefstwert lag bei nur 107.000 Sehern für eine Folge. Beim Marktanteil kam die Serie nicht über neun Prozent hinaus, der Tiefstwert lag bei sechs Prozent.

Nachdem es für Wrabetz im Vorfeld der Generaldirektor-Wahl wegen der Programmierung der Serie im Samstag-Hauptabend aus dem Stiftungsrat heftige Attacken gehagelt hat, ist der Stopp das erste Zugeständnis an seine Kritiker.

Auf dem Küniglberg mag man freilich nicht von einem vorzeitigen Aus für das Serien-Sommer-Special, das seit dem 16. Juli läuft, sprechen. Onkel Charlies Abschied aus dem Hauptabend sei vielmehr stets zu diesem Zeitpunkt geplant gewesen, heißt es auf ÖSTERREICH-Anfrage. Bei der Ankündigung des Serien-Specials wurde keine konkrete Laufzeit genannt, sondern von Juli und August gesprochen.

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