Rekordtief für Lanz'

Quoten-Desaster

Rekordtief für Lanz' "Wetten, dass..?"

Katastrophale Umfragewerte, harsche Kritik und sogar eine Petition für seinen Rücktritt: Wirklich ungemütlich hatte es Moderator Markus Lanz schon länger. Nun aber hat der ehemalige Quotengarant Wetten, dass ..? unter seiner Führung erstmals die Sechs-Millionen-Marke unterboten. Ein Desaster für die Show, die vor knapp eineinhalb Jahren noch gut 13 Millionen Seher verbuchen konnte. In Österreich waren immerhin noch 634.000 Seher dabei, hier war der Wert auch schon mal noch schlechter.

Bashing
Obwohl die Sendung am Samstag mit Hilary Swank, Pharrell Williams und Udo Jürgens durchaus populäre Gäste aufzubieten hatte, geht man mit der ZDF-Show hart ins Gericht. „Die jüngste Show war so knackig wie Seniorenfasching im Pfarrgemeindesaal“, schreibt etwa der Spiegel und weiter: „Wetten, dass ..? ist inzwischen ungefähr so innovativ wie die Musik des 79-jährigen Udo Jürgens.“

Loyalität
Das ZDF wird an Gastgeber Markus Lanz dennoch festhalten, wie Unterhaltungschef Fuchs erst letzte Woche bestätigte. Bleibt abzuwarten, wie lange man sich das Quotendesaster noch ansieht.

Harald Schmidt lästert: "Lanz fehlt Starpower, es flirrt nicht"

Er selbst hat mit Fernsehenmachen abgeschlossen und verabschiedet sich am 13. März von 19 Jahren Late Night Show.Doch gute Tipps für den Nachwuchs hat Talker Harald Schmidt jede Menge parat und nimmt sich auf Ö3 im Frühstück bei mir mit Claudia Stöckl kein Blatt vor den Mund:

  • Über Markus Lanz: „Lanz arbeitet das solide ab, aber es flirrt nicht. Niemand kopiert Lanz, niemand will der neue Lanz werden. Ich drücke ihm aber die Daumen, dass er das bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag beim ZDF durchzieht. Die Quote bei Wetten, dass ..? ist sowieso wurscht, weil die Geschichte dieser Show ist fertiggeschrieben. Das neue Familienereignis ist der Dschungel.“
  • Über Thomas Gottschalk: Wenn Gottschalk endlich realisiert, dass seine Zeit vorbei ist, wird er einen fantastischen Lebensabend verbringen“
  • Über seine Zukunft: „Ich werde ab Herbst auf der Bühne stehen. Ich habe dann mein eigenes Theater, bei dem ich nach Lust und Laune die Scheinwerfer anmache, und wenn ich Material habe, das mir Spaß macht, werde ich in verschiedenen Varianten auftreten und es über die sozialen Netzwerke verkünden. Ich werde dann für drei oder zehn oder maximal 350 Zuseher auftreten, wir schaffen ein Kölner Westend.“
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