Was das 'Game of Thrones'-Finale mit Ibiza-Affäre gemeinsam hat...

Showdowns am Wochenende

Was das 'Game of Thrones'-Finale mit Ibiza-Affäre gemeinsam hat...

In Österreich geht es zwar nicht über die Herrschaft der sieben Königslande, es wird auch weniger blutig gekämpft, aber seit diesem Wochenende rollen trotzdem und metaphorisch - die Köpfe.

Ein Wochenede, zwei Großereignisse: Die "Ibiza"-Affäre rund um den nun abgetretenen Vizekanzler und FPÖ-Chef Strache und seinen Parteikollegen Johann Gudenus und das Ende der Hit-Serie "Game of Thrones". Auf zweiteres haben TV-Zuseher rund zwei lange Jahre warten müssen, hingefiebert und Tage gezählt. Auf ersteres wartete man auch zwei Jahre, allerdings unwissend, in nur zwei Tagen entspann sich daraus die größte Staatskrise der zweiten Republik.

Beben

So, wie der Erfolg von "Game of Thrones" nicht berechenbar war, so sind die Auswirkungen der Ibiza-Affäre auch noch völlig unklar. In der Politik gab es mit der Ausrufung der Neuwahlen schon ein Beben, weitere könnten folgen. Hätte man die "Ibiza-Affäre" als Manuskript für einen Film vorgelegt, würden sich die Produzenten ehrlich fragen, ob denn der Drehbuchautor wahnsinnig geworden sei: Viel zu dick aufgetragen, unwahrscheinlich, Politiker und Fallen, naja, wie abgenutzt, dann noch so eine, so unwahrscheinliche Falle mit russischen Oilgarchen, das kann es doch gar nicht geben. Tja. Und nun sind wir wieder bei "Game of Thrones", wo sich die Showrunner und Drehbuchautoren der Serie D.B. Weiss und David Benioff ähnlichen Vorwürfen stellen müssen. Minus der Oligarchen und der Falle.

ACHTUNG!! SPOILER! Ab hier geht es um das FINALE von "Game of Thrones"

Auf Twitter geht es ab, vielen Fans gefällt das Ende der Serie nicht. Ja, ein Epos wie dieses - wir sind noch immer bei "Game of Thrones" - zu Ende zu bringen, das ist schwer, weil es auch weh tut. Und weil man weiß, als Autor, als Regisseur, als Darsteller, dass man es nicht allen Fans recht machen kann.

Finals-Abrechnung

Was wir am Finale sehr mochten, war, dass es nicht mehr um den Eisernen Thron" per se ging. Dieser wurde nämlich in dem Wutfeuer von Drache Drogon einfach weggeschmolzen. Übrigens, noch bevor eine/r der möglichen Anwärter/innen auf ihm Platz nehmen konnte. Warum Drogon so unglücklich war? Jon aka Aegon rammte "meiner Königin" (und gleichzeitig Tante...) wie er noch während des Aktes betonte, einen Dolch in Herz und Lunge, was dann zu einer bisschen blutigen aber schönen Leiche führte. Ja, Daenerys scheidet dahin, wenige Meter vor der Erfüllung ihrer Träume und Wünsche, die sie als kleines Mädchen schon hatte. Echt jetzt? Das hat uns noch am wenigsten gefallen, so, wie der in Staffel acht viel zu schnell erzählte Handlungsstrang ihrer Wahnsinnig-Werdung und die viele Romantik rund um ihre Person.

Darum geht's

Aber gut, was passiert danach? Als der Thron und die Königin passée sind? Erst einmal ein Zeitsprung. Dann sehen wir die letzten übriggebliebenen Ladies und Lords in der Arena, darunter Ser Bienne von Tarth, Lord Gendry Baratheon, Arya, Sansa, Yara Graufreund, der Neue im Hause Dorne, Doran und andere. Tyrion, der zu Beginn wegen Hochverrats eingesperrt wurde und mit Jon aka Aegon die Abmurksung ausgemacht hatte, wird ihnen vorgeführt. Grauer Wurm will ihn hinrichten und Jon aka Aegon genauso. Edmure Tully probiert sein Glück, sich als König vorzuschlagen, doch Sansa stoppt die Ambitionen ihres Onkels schnell. Samwell schlägt vor, die Demokratie einzuführen, doch das stößt auf allgemeines großes Gelächter. Doch, was aus Tyrions Mund kommt, ist dem recht ähnlich. Dann soll von jetzt an, der König von den Oberhäuptern der großen Häuser gewählt werden. Schnell einigen sich alle auf Bran, der zwar nicht will, aber dafür auserwählt wurde. Tyrion wird seine Hand. Sansa reklamiert den Norden für sich als unabhängiges Königreich. Arya will westliche von Westeros reisen, dorthin, wo alle Landkarten enden. Und Jon? Der muss wieder zur Nachtwache ("Oh, die gibt es trotzdem der Night King besiegt wurde wieder/noch immer?", fragen wir und mit ihm) wird lebenslang dort darben müssen, für den Mord an seiner Königin. und so endet alles dort, wo es angefangen hat, jenseits der Mauer, als Jon ausreitet, mit den Wildlingen, in den ewigen Schnee.

Mit "Game of Thrones" war es das. Ein bisschen Futter werden die Prequel-Spinoff-Verfilmungen den hungernden Fans noch geben. Doch, es wird sicherlich nicht mehr das selbe sein. Genauso, wie unsere Politik nach der Ibiza-Affäre. Fazit: Manchmal sind innenpolitische Nachrichten überraschender als das Ende einer epischen Serie...

(J Leo)

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