10. September 2019 10:27
Wohnkosten in Österreich
In diesen Städten lebt es sich am günstigsten
Je nach Wohnort gibt es große Unterschiede, wie viel Geld österreichische Familien fürs Wohnen berappen müssen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Immobilienportals immowelt.at.
In diesen Städten lebt es sich am günstigsten
© sales / Duft

In vielen Großstädten geht bis zu ein Drittel des mittleren Haushaltsnettoeinkommens für die Wohnungsmiete drauf. Andernorts geben Familien weniger als ein Fünftel des Einkommens aus und wohnen vergleichsweise günstig. Insbesondere junge Paare, die eine familienfreundliche Wohnung mieten möchten, profitieren von einem Mietpreis-Check. So vermeiden sie, sich mit der gemeinsamen Wohnung in Unkosten zu stürzen.

Studie liefert Wohnkosten-Ranking für Österreich

Für die Wohnstudie verglich immowelt.at in den zehn größten Städten Österreichs sowie in den Hauptstädten Vorarlbergs und des Burgenlands das durchschnittliche Haushaltsnettoeinkommen von 2018 mit den mittleren Mietpreisen. Als Datenbasis für die Mietpreisberechnung in den untersuchten Städten verwendete das Portal die mittleren Werte der Angebotspreise der im Jahr 2018 inserierten Immobilien bei Neuvermietungen. Die Daten rund um das Jahresnettoeinkommen pro Haushalt stammen von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

Hier wohnen österreichische Familien am teuersten

Im Städtevergleich zeigt sich, dass Familien in Wien, Innsbruck und Salzburg knapp ein Drittel ihrer Einkünfte fürs Wohnen ausgeben. Statistik Austria, die Bundesanstalt für Statistik der Republik Österreich, stuft bereits einen Anteil ab 25 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens als hohe Wohnkostenbelastung ein. Wegen der hohen Mieten bleibt den Familien weniger Geld für andere Lebenshaltungskosten. Überschreitet der Anteil der Mieten die 40-Prozent-Marke des Haushaltseinkommens, spricht Statistik Austria von einer Wohnkostenüberlastung, die nicht mehr tragbar ist.

Hohe Kaufkraft, günstige Mieten: Hier kostet Wohnen wenig

Neben Wien, Innsbruck und Salzburg gibt es jedoch auch Städte, wo Familien einen deutlich geringeren Anteil ihres Einkommens für die Miete aufwenden müssen. Das Verhältnis zwischen Kaufkraft und Miete ist in St. Pölten, Klagenfurt, Wels und Eisenstadt am günstigsten. In keiner dieser Städte müssen Familien bei einer Neuvermietung mehr als ein Fünftel des Haushaltsnettoeinkommens fürs Wohnen einplanen.

Besonders günstig wohnen Familien in Eisenstadt. In der burgenländischen Landeshauptstadt liegt die Wohnkostenquote bei 16 Prozent. Hier trifft die mit 58.321 Euro höchste Kaufkraft innerhalb der verglichenen Städte auf die drittniedrigste Angebotsmiete (800 Euro im Median).

Leistbare Wohnverhältnisse finden Familien außerdem in Linz und Graz, wo die Wohnkostenquote bei 22 Prozent liegt. In Villach wenden Familien, statistisch gesehen, ein Fünftel des Haushaltsnettoeinkommens fürs Wohnen auf.

Die Studie zeigt starke innerösterreichische Unterschiede zwischen der Kaufkraft und den Angebotsmieten in den untersuchten Städten. Insbesondere für junge Paare, die eine Familie gründen möchten, lohnt sich ein Städtevergleich: Mit diesem Wissen können sie eine familientaugliche Wohnung in einer der günstigen Städte anmieten.