Sechs Tipps für ein umweltfreundliches Büro

Green Office

Sechs Tipps für ein umweltfreundliches Büro

Nicht zuletzt ist hier der Energie- und Materialverbrauch immens hoch. Grund genug, sich Gedanken zu machen. Mit ein paar einfachen Tricks wird das Büro zum "Green Office".

Viele Universitäten und Hochschulen gehen bereits mit gutem Beispiel voran: Indem sie sich der Green-Office-Bewegung angeschlossen haben, sind sie nicht nur Multiplikatoren in Sachen Nachhaltigkeit, die Initiatoren werden auch bei ihrem Vorhaben unterstützt. Was im Großen funktioniert, geht auch im Kleinen: Gerade Büros mittelständischer Betriebe können vom umweltbewussten Handeln profitieren, denn der umsichtige Umgang mit Energie und Ressourcen spart auch noch bares Geld.

6 Tipps, wie jedes Büro umweltfreundlicher werden kann:

1. Papier sparen

Papier gehört zu den Materialien im Büro, die am häufigsten gebraucht werden. Dementsprechend hoch ist der Verbrauch. Früher hat der Chef Briefe noch diktiert, die von der Sekretärin in Steno mitgeschrieben und anschließend auf der Schreibmaschine getippt wurden. Hierfür mussten schon einmal mindestens zwei Blatt Papier dran glauben, bei Tippfehlern sogar mehr, denn dann musste der Brief neu geschrieben werden. Steno und Schreibmaschine gibt es heute so gut wie nicht mehr, Geschäftsbriefe werden am Computer getippt und können dann fehlerfrei ausgedruckt werden. Dennoch wird auch hier zu schnell die Print-Taste gedrückt, obwohl man nicht immer alles gleich ausdrucken muss. Hin und wieder findet man dann doch noch einen Fehler, und das Dokument findet erneut seinen Weg durch den Laserdrucker aufs Papier. Um Fehldrucke zu vermeiden, am besten den Text am Bildschirm kontrollieren oder bei Geschäftsbriefen dem Unterzeichner zunächst digital (als Word-Dokument oder pdf über eine interne Cloud) zugänglich machen.

Auch E-Mails und interne Mitarbeiterschreiben werden häufig ausgedruckt, was man mit einer Cloud vermeiden kann. Auf diese können Mitarbeiter jederzeit zugreifen und die Schreiben auf ihrem PC-Bildschirm lesen. Mehr noch: Mitarbeiter in anderen Filialen oder Außendienstler haben sogar extern Zugriff auf die Dokumente in der Cloud.

2. Smartphones und Tablets nutzen

Der Einsatz von Smartphones und Tablets spart ebenfalls Papier. Gerade im Außendienst sind Tablets inzwischen bewährte Helfer. Sogar in der Kundenkommunikation können sie effektiv eingesetzt werden. Anstelle eines Prospekts können Animationen auf dem Tablet gezeigt oder eine pdf per E-Mail an den Kunden gesendet werden.

Aber auch beim Kauf solcher elektronischen Hilfsmittel sollte man darauf achten, dass diese für einen längerfristigen Einsatz geeignet sind, denn die Herstellung von Smartphones und Tablets kann man nicht gerade als klimaneutral bezeichnen.

3. Beim Drucken sparen

Einerseits wird beim Drucken zwar in erster Linie Papier verbraucht, aber ein Drucker benötigt auch Toner und Strom, und mit Kombi-Geräten kann man auch noch faxen, kopieren und scannen. Insofern bietet der Drucker als "Herzstück" im Büro jede Menge Einsparpotential, angefangen bei der Papierauswahl bis hin zum klimaneutralen Druck. Umweltpapier, das zu 100% aus Altpapier besteht sowie wieder auffüllbare Druckerpatronen sind schon mal zwei gute Möglichkeiten, beim Druck zu sparen. Logisch, dass man auch auf Umweltpapier nicht gleich jedes Dokument ausdruckt, wenn man es auch digital nutzen kann. Anstatt ein Dokument mehrfach zu kopieren, kann man es auch einscannen und als pdf über die Cloud an die Mitarbeiter weitergeben. Selbst wenn ein Druck nötig sein sollte, kann man auch mit weniger Tonerverbrauch im Eco-Modus oder in Schwarz-Weiß drucken. Leere Druckerpatronen sollte man dahin zurückbringen, wo man sie gekauft hat. Dort werden sie fachgerecht entsorgt oder sogar wiederverwendet. Bei vielen Händlern erhält man sogar eine Erstattung für die Rückgabe leerer Patronen.

Nicht nur beim Drucken mit dem Drucker im Büro, sondern auch bei der Bestellung von Flyern, Prospekten oder Katalogen gibt es Einsparmöglichkeiten. Die Anzahl der Drucksachen kann man reduzieren oder effizienter planen, wenn der Katalog auch online zur Verfügung gestellt wird oder von vornherein eine größere Auflage gedruckt wird, anstatt mehrmals Kleinauflagen herstellen zu lassen.

4. Strom sparen

Moderne Technik ist aus den heutigen Büros nicht mehr wegzudenken. Wo früher noch Karteikarten und Ablagesysteme dominierten, verwalten heute Computer sämtliche Daten, von Lagerbeständen über Kunden- und Lieferantendaten bis hin zur Buchhaltung. Das kostet vor allem Strom. Damit die Stromrechnung nicht zu hoch wird und die technischen Geräte geschont werden, sollte man sie ausschalten, wenn sie nicht gebraucht werden. Oft laufen Drucker, Fax, Kopierer, PC-Bildschirme und W-LAN-Router rund um die Uhr auf Standby, obwohl das Büro nur tagsüber besetzt ist. Gerade im Standby-Betrieb verbrauchen elektronische Geräte immer noch so viel, dass aufs Jahr gerechnet bei kleineren Büros einige Hundert, bei größeren Büros sogar einige Tausend Euro zusammenkommen. Ältere Geräte verbrauchen deutlich mehr als neuere, so ist der Verbrauch von älteren Röhrenmonitoren gegenüber TFT-Bildschirmen mehr als drei Mal so hoch. Deshalb sollte man alle Geräte, die nach dem Ausschalten weiter im Standby-Betrieb laufen, komplett ausschalten. Das gilt auch für PC’s und Drucker, die ebenfalls oft im Standby-Betrieb weiterlaufen. Zwar schalten sich Computer und Drucker bei längerer Nichtbenutzung automatisch in den Energiesparmodus, aber ganz ohne Stromverbrauch geht das nicht. Mit einer Slave-Steckdosenleiste kann man ganz einfach mehrere Geräte auf einmal in den Aus-Zustand versetzen. Wenn man z. B. den PC herunterfährt, schalten sich angeschlossene Geräte wie Drucker und Bildschirm ebenfalls aus, so dass kein Strom mehr fließt. Das spart Strom und schont die Umwelt.

Auch beim Licht kann man sparen, in dem man auf LED-Lampen setzt, die nur noch einen Bruchteil der Energie benötigen wie herkömmliche Glühlampen. Selbst Leuchtstoffröhren, die in Großraumbüros oft eingesetzt werden, können da nicht mithalten. Zudem kann man in bestimmten Räumen oder Fluren sowie im Außenbereich Bewegungsmelder installieren, die das Licht nur dann einschalten, wenn es gebraucht wird.

W-LAN-Router können per Zeitsteuerung nachts deaktiviert werden, was ebenfalls den Stromverbrauch senkt. Handys werden meist nachts aufgeladen, und das oft länger als nötig. Besser ist es, die Ladestecker per Zeitschaltuhr so zu steuern, dass sie nur so lange aufladen, bis sie voll sind.

Über eine zentrale Steuerung kann man auch ganze Büroräume vom Strom trennen. So können nach Feierabend mit einem Schalter gleich alle Stromverbraucher auf einmal ausgeschaltet werden. Klimaanlagen sind zwar bei andauernder Hitze gerade in Büros eine wahre Wohltat, aber der Stromverbrauch ist nicht ohne, und besonders gesund sind sie auch nicht gerade. Frische, natürliche Luft ist besser fürs Wohlbefinden, deshalb besser Fenster auf als Klimaanlage bis zum Anschlag aufdrehen. Bei Dauerhitze helfen auch passende Rollläden, die die Wärme von außen abhalten, und der gute, alte Ventilator sorgt für eine gesunde Zirkulation der Luft, wenn man regelmäßig zum Stoßlüften das Fenster öffnet.

5. Müll trennen

Green Office - ADV - Mülltrennung - SEOcon © Fotolia.com - Stokkete

Gerade im hektischen Büroalltag neigt man dazu, Papier, Bananenschalen und verbrauchte Tesarollen gemeinsam in einen Papierkorb zu werfen. Dabei sagt es der Name ja schon: Der Papierkorb ist für das Papier gedacht. Noch besser: Eine Papierbox bereitstellen, wo nicht mehr benötigte Blätter zur Wiederverwendung hineingelegt werden können. Diese werden dann als Schmierpapier verwendet oder zu kleinen Notizzetteln zurechtgeschnitten. Bio-Abfälle kann man ebenfalls getrennt sammeln und dem Recycling zuführen, Verpackungsmaterialien wie Styropor oder Kartons können entweder fachgerecht entsorgt oder wiederaufbereitet werden. Oft kann man Kartons auch noch für eigene Zwecke aufheben. Druckerpatronen und andere Verbrauchsmaterialien können entweder wieder aufgefüllt oder beim Händler zurückgegeben werden.

6. Heizkosten und Wasser sparen

Wer glaubt, Wasser wird im Büro selten gebraucht, der irrt. Bei der WC-Benutzung kommt schon einiges zusammen, und Kaffee wird auch nicht selten in Büros gekocht. Mit einer Zweifachspülung spart man Wasser im WC, und wenn gerne Kaffee getrunken wird, sollte man eine Maschine neueren Datums benutzen oder nur so viel Kaffee kochen, wie auch getrunken wird. Auch beim Geschirrspülen kann man Strom und Wasser sparen. Bei leicht verschmutzten Kaffeetassen reicht der Eco-Spülgang, und auch hier gilt: Je älter die Maschine, desto höher der Energieverbrauch.
 




 

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