Sind Hoverboards im Straßenverkehr erlaubt?

Trendsportgeräte

Sind Hoverboards im Straßenverkehr erlaubt?

Vor allem im Sommer sind vermehrt Benutzer verschiedener Trendsportgeräte (z.B. E.Roller, E-Einrad, Hoverboard oder Skate-/Longboard) unterwegs. Eine Umfrage des Mobilitätsclubs AM.PULS brachte Zutage, dass viele Menschen die Fortbewegungsmittel als Risikofaktor erachten: Zwei Drittel der Befragten (etwa 1200) haben persönlich zumindest eine gefährliche Situation mit Nutzern von Trendsportgeräten erlebt. Aufgrund unklarer gesetzlicher Regelungen ist Vorsicht von Benützern von Hoverboards & Co. im Straßenverkehr unbedingt nötig.

Fahrrad oder Kraftfahrzeug?

Technisch gesehen unterscheidet man zwischen E-Scootern, Pedelecs und E-Bikes; ein E-Scooter ist ein Fahrrad mit Elektromotor ohne Tretunterstützung, ein Pedelec ist ein Fahrrad mit Tretunterstützung, ein Elektromotor schaltet sich automatisch ein, wenn man in die Pedale tritt. Dagegen kann beim E-Bike die Motorleistung manuell zugeschaltet werden. In Österreich haben sich Benutzer all diese Geräte an die Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung, die auch für Fahrräder gelten, zu halten.

Juristisch betrachtet gelten für die Trendsportgeräte (je nachdem, ob sie sich als Fahrrad oder Spielzeug klassifizieren lassen) unterschiedliche Vorschriften bezüglich dem erlaubten Tempo, Verkehrsflächen-Nutzung, Alterslimit und Sicherheitsausrüstung. Details stellt der ÖAMTC unter www.oeamtc.at/trendsportgeraete zur Verfügung.

Hoverbard - Spielzeug oder Fahrrad?

Die rechtliche Lage des Hoverboards in Österreich ist derzeit noch nicht klar. Die Qualifizierung als Fahrrad würde eigentlich bedeuten, dass der Gehsteig nicht benützt werden dürfte. Eine andere Interpretation der StVO ließe jedoch eine Benutzung auf dem Gehweg zu. Dies aber nur, wenn der Fußgängerverkehr dadurch nicht behindert wird und in die Geschwindigkeit angemessen ist. Mit einigen Hoverboards kann man an die 15 km/h und schneller fahren!
Aufgrund der gegenwärtigen Rechtsunsicherheit im Zusammenhang mit Hoverboards raten die ARAG-Juristen von einer Verwendung auf Gehsteigen, Fußgängerzonen und öffentlichen Straßen und Flächen, auf welchen die Straßenverkehrsordnung (StVO) gilt, ab.

Kaufberatung

Damit ein Hoverboard unterwegs nicht plötzlich den Dienst versagt, sollte immer darauf geachtet werden, dass die Akkuleistung ausreichend ist. Einige brauchen lediglich knapp zwei Stunden, um voll aufgeladen zu sein. Andere hingegen benötigen dafür mehr als fünf Stunden. Die Distanz, die sich mit einer Ladung bewältigen lässt, liegt zwischen 12 und 20 Kilometern. Hoverboard-Tests von verschiedenen Herstellern und Marken haben gezeigt, dass die maximale Geschwindigkei stark abweichen kann. Schnelle Hoverboards  zum Beispiel von Razor kommen auf eine Geschwindigkeit von 13 km/h.

Hoverboard Vergleichstest © oe24.at/vergleich

Grafik: Auf unserem Vergleichsportal (siehe Link oben) können Sie sich einen Überblick über Hoverboards verschaffen.

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