Zünftig

"Wiener Wiesn" dauert heuer länger

Noch mehr Brauchtum, noch mehr „zünftige Gaudi“ und noch mehr Bier: Die „Wiener Wiesn“ verlängert in ihrem dritten Jahr die Zeit in der Wien zu München wird. Von 19. September bis 6. Oktober - und damit fast drei Wochen lang - gibt es auf der Kaiserwiese im Wiener Prater „etwas für jeden Geschmack“, wie die Veranstalter bei einer Pressekonferenz am Donnerstag betonten. Neu sind heuer auch die Bundesländertage: „Wir haben ganz Österreich eingeladen, sich zu beteiligen. Sowohl mit kulinarischen Spezialitäten, als auch Musik und Bräuchen“, erklärte Claudia Wiesner, Geschäftsführerin der Wiesn Veranstaltungs- und Kultur GmbH.

Unter dem Titel „Goldenes Österreich“ gibt es erstmals eine Fest-und Brauchtumsbühne, wo sich unter anderen Schützen aus Tirol, Alphornbläser aus dem Montafon oder der „Riese Samson“, der nur von ledigen Männern aus dem Lungau gezogen werden darf, präsentieren. Im Gegensatz zu den Vorjahren geht es dieses Mal nicht nur um Bier, auch der Wein stehe heuer im Mittelpunkt: In einem eigenen Winzerstadel kommen Weinliebhaber auf ihre Kosten.

Livemusik
Mit rund 400 Stunden Livemusik und 108 Liveacts auf rund 19.000 Quadratmetern Veranstaltungsfläche sei man „das größte Volksfest Österreichs“, so Christian Feldhofer, geschäftsführender Gesellschafter des Veranstalters. Damit es ab und zu eine kleine Verschnaufpause für Personal und Partywütige gibt, sind Montag und Dienstag Ruhetage.

Während untertags eher volkstümliche Musik bei freiem Eintritt in die Zelte im Vordergrund steht, verwandelt sich die „Wiesn“ ab 18.30 Uhr „zur größten Partyzone Wiens“, sagte Feldhofer. 34 Euro pro Person kostet ein Ticket bei Buchung eines Tisches, 39 Euro ein Einzelticket. Drei Festzelte bieten Platz für rund 4.500 Menschen. „Am Abend mischen wir Tradition mit ein bisschen Urbanität“, erklärte Feldhofer.

Auftritte gebe es von „allem, was in der volkstümlichen Musik Rang und Namen hat“, meinte Gerfried Zmölnig, der als Geschäftsführer der ip media für das Musikprogramm verantwortlich zeichnet. Auch habe man sich den Wunsch nach mehr Wiener Musik zu Herzen genommen. Deswegen treten neben der EAV, Petra Frey oder den Alpenrebellen auch Jazz Gitti und Adi Hirschal auf. Einen Schwerpunkt bilden zudem die Blasmusikkapellen, die jeden Tag in den Zelten für Stimmung sorgen.

Sideevents
Als einstimmende Begleitung stehen zahlreiche Sideevents auf dem Programm: Im Mai wird die „Miss Wiener Wiesn“ gekürt, im Sommer folgt das Dirndlfliegen und auch der „Wiener Wiesn Award“ für Nachwuchsmusiker wird wieder vergeben.

Die „Wiener Wiesn“ gibt es seit 2011. In den vergangenen beiden Jahren verzeichnete man insgesamt 320.000 Besucher.

Mehr Infos:  www.wienerwiesnfest.at

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