Jon Bon Jovi geht es wieder gut

Wien-Gig auf Schiene

Jon Bon Jovi geht es wieder gut

Sänger nach Stimmproblemen in Sofia fit, scherzt jedoch über Allergie-Risiko.

"Wenn ich morgen wie Michael Jackson aussehe, dann wegen der Pferde", lachte Jon Bon Jovi am heutigen Donnerstag (16. Mai) im Rahmen einer Pressekonferenz vor der morgen, Freitag, stattfindenden Bon Jovi-Show in der Krieau und hielt sich eine Serviette vor Mund und Nase. Bereits in Sofia hatte der Sänger am Dienstag das Konzert aufgrund eines Allergie-Anfalls vorzeitig beenden müssen. "Es geht mir wieder gut", hatte er darauf angesprochen noch zu Beginn der Pressekonferenz gemeint - bis ihm ein Journalist sagte, dass das Open-Air am Freitag auf der Pferderennbahn stattfindet, was der Sänger mit einem erschrockenen "Shit" quittierte.

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    Kein Playback on Stage
    "Immerhin hat es bewiesen, dass wir nicht Play-back singen", kommentierte der 51-Jährige seine in Bulgarien aufgetretenen Stimmprobleme. Er sei jedoch seit jeher ein Kämpfer gewesen und wolle den Fans auch in Wien beim 20-Jahr-Jubiläum des ersten Österreich-Auftritts die gewohnte dreistündige Show bieten. Diese findet übrigens auf einer völlig neuen Bühne statt, die die Band in Sofia erst gesehen hat, als sie aufgetreten ist. "Das ist eine Bühne, vor der vielleicht sogar Mick Jagger oder Bono ihren Hut ziehen würden", so der Sänger in Anspielung auf die Mega-Bühnen seiner Kollegen.

    Sambora fehlt weiter
    Erneut auf die Gründe des Ausfalls von Gitarrist Richie Sambora angesprochen, zeigten sich Jon Bon Jovi und der ebenfalls anwesende Dummer Tico Torres gewohnt zugeknöpft. "Es ist sehr schwierig für uns", gaben sie zu. Es sei nicht so, dass Richie gefeuert wurde, wie oftmals kolportiert wird. "Er kam einfach nicht zur Show", so Bon Jovi. "Wir haben das schon einmal durchgemacht", Sambora werde auch diesmal Teil der Band bleiben, "bis er sagt, er will aussteigen".

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      Bon Jovi hält Schritt
      Von der APA auf die Größe der aktuellen Welttournee "Because We Can" und die Tournee-Dichte der vergangenen Jahre angesprochen, meine Jon Bon Jovi lachend: "Es ist eher Schritthalten denn freier Wille. Nein, im Ernst: Im August haben wir einen Monat frei." Seine Familie sehe er zugegebener Maßen selten, so der vierfache Vater. Deshalb habe er seine Frau Dorothea und alle Kinder vergangene Woche mit zu seinen Konzerten in Südafrika genommen. "Bei der Safari waren sie dabei, um die Konzerte haben sie einen großen Bogen gemacht", lachte Bon Jovi.

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      Viele Klassiker und ein bisschen etwas Neues

      Beim Wien-Konzert erwartet die Fans in der Krieau eine Mischung aus Klassikern wie "Livin' on a Prayer", "Runaway" oder "It's my Life" genauso wie drei bis vier Songs aus dem aktuellen Album "What About Now". "Wir haben zirka sieben der zwölf neuen Songs für die Live-Shows ausgearbeitet, sie fügen sich gut in unser Repertoire ein", so Jon Bon Jovi. Dass die neueren Songs zunehmend sozial-kritische Themen aufgreifen, sieht Jon Bon Jovi als natürliche Entwicklung in einer langen Karriere, wie er zur APA sagte: "Ich werde ja auch reifer. Ich versuche, aktuelle Themen zeitlos und universell zu verarbeiten. Ich versuche auf der Höhe dessen zu bleiben, was um uns herum geschieht."

      Bon Jovi zeigt sich menschlich

      Auf seine Unterstützung für den US-Präsidenten Barack Obama angesprochen, zeigte sich der Sänger bescheiden. Er habe ihn unterstützt, weil seine Ideen die Welt begeistert haben. "Jetzt sehen die Leute, dass er nicht Superman ist, sondern ein Mann, der in einem schwierigen politischen System das Beste gibt." Dem Sänger ist es wichtig, optimistisch zu bleiben. "Es ist einfach, pessimistisch zu sein, wenn man nur auf die dunkle Seite schaut", so Bon Jovi. "Aber an dem Tag, wo man die Hoffnung aufgibt, ist das Ende nah."

      Solo-Album auf die lange Bahn geschoben

      Auf ein Solo-Album - Jon Bon Jovi hatte Ende 2012 auf Solo-Pfaden die Single "Not Running Anymore" als Soundtrack für den Film "Stand Up Guys" veröffentlicht - müssen Fans weiterhin warten: "Richie hat letztes Jahr eines gemacht, das war wichtig, um sich selbst zu verwirklichen. In Wahrheit habe ich bei den Band-Songs sehr viel Einfluss, da schreibe ich, was mich bewegt. Also brauche ich derzeit kein Solo-Album", meinte der Sänger. Ob die Band-Mitglieder hinter den Texten Jon Bon Jovis stehen? Tico Torres: "Am Ende des Tages höre ich die Texte gar nicht mehr. Aber den Leuten scheinen sie zu gefallen."

      Info
      "Bon Jovi - Because We Can-Tour": Konzert in der Wiener Krieau, 17. Mai, ab 17.30 Uhr. Für das Konzert gibt es noch Karten in allen Kategorien. (www.oeticket.com)

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