Diashow Bushido erregt mit ORF-Interview Gemüter

In der ZiB 24

Bushido erregt mit ORF-Interview Gemüter

Im  ZiB-Interview stand  Rapper Lisa Gadenstätter Rede und Antwort.

Montagnacht war Skandal-Rapper Bushido in der Nachrichtensendung "ZiB 24“ live aus Berlin zugeschaltet, um mit ORF-Moderatorin Lisa Gadenstätter über seinen neuen Skandal-Song "Stress ohne Grund" und dessen Folgen zu diskutieren. Das Lied sorgt seit Tagen für Gesprächsstoff wegen skandalöser Textpassagen. Das Video dazu wurde bereits aus dem Videoportal YouTube entfernt, weil es zu rassistisch und zu gewaltverherrlichend sei. Bushido droht droht den deutschen Politikern Claudia Roth und Serkan Törun mit Gewalt an - aber nur mit Worten, wie er sagt.

Drohungen am laufenden Band
In seinem neuen Hit bedroht der Rapper sämtliche deutsche Politiker. So heißt es etwa im Text "Ich schieß auf Claudia Roth und sie kriegt Löcher wie ein Golfplatz" oder auch "ich will das Serkan Törun jetzt ins Gras beisst". Genau auf die Passagen ging Gadenstätter näher ein und wollte wissen, ob denn so eine Sprache nötig sei und ob man denn wirklich Menschen mit dem Tod bedrohen dürfe. Bushido antwortete prägnant, dass er mit den Worten "ins Gras" beißen" und auf "Claudia Roth schießen" einfach nur ausgerückt hätte, dass die beiden Politiker schlicht und ergreifend "die Klappe halten" sollten.

Bushido schießt mit Worten
Denn sie seien es im Vorfeld gewesen, die ihm in der Öffentlichkeit als Antisemit beschimpft und in Verruf gebracht hätten. Den Song sehe er nur als ein Mittel, sich gegen solche Anschuldigungen zur Wehr zu setzten. Frei nach dem Motto "Schuster bleib bei deinen Leisten" habe er sich seiner Berufung als  Rapper angenommen und mit Worten zurückgeschossen. Er hätte freilich keine Tötungsabsichten und rufe auch nicht zu irgendwelchen Straftaten auf. Seine einzigen Waffen sind Worte und die gebraucht er auch.  Wie Gadenstätter auch in Erfahrung gebracht hatte, sieht sich der Skandal-Sänger seit mehreren Jahren als Vorbild für Jugendliche. Auf die Frage wo im Song der respektvolle Umgang mit Menschen bleibe, der ihm zu einem Idol machen sollte,  wich er gekonnte mit einer Gegenfrage aus und wollte wissen, wo denn dieser Respekt bleibe, wenn man ihm als Antisemit beschimpfe.  

Kalkulierte PR
Mit "Stress ohne Grund" wird auch immer wieder der Verdacht geäußert, dass es sich bei dem Song um eine reine PR-Strategie handeln könnte. Denn mit dem Titel hat es Bushido wieder geschafft in aller Munde zu kommen und dem Newcomer  Shindy, er war an der Produktion des Skandal-Titels beteiligt,  ein wenig Rückenwind bei der Veröffentlichung seines neuen Albums zu geben. Bushido hat, wie Gadenstätter weiter betont, einmal in einem Interview gesagt, dass sich der Erfolg aus 20 Prozentaus Musik und aus 80 Prozent Geschäft zusammen setze. Was sichtlich  bei der neuen Single voll aufgehen zu scheint. Denn 1,2 Millionen Klicks auf YouTube sprachen da bis zur Löschung des Clips eine klare Sprache.

Entschuldigung bleibt aus
Die ORF-Journalistin ging auch auf eine Stellungnahme Bushidos in einem Interview mit dem Nachrichten-Sender N24 ein, wo er doch etwas Reue zeigte und zu gab ein wenig zu weit gegangen zu sein. "Ich bin vielleicht ein bisschen über das Ziel hinausgeschossen. Aber ich würde mich jetzt auf keinen Fall entschuldigen." Eine eventuelle Entschuldigung käme für ihn nur dann in Frage, wenn Claudia Roth und Serkan Tören sich bei  ihm dafür entschuldigen würden, ihn als Antisemit dargestellt zu haben.

Hier das ZiB-Interview mit Bushido

 

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