Maximo Park haben den Hype um die Band zurückgelassen und diesen unbeschadet überstanden. Das am 31. Jänner erscheinende sechste Album "Too Much Information" (Universal) zeigt die Formation aus Newcastle in bestechender Form. "Der Plattentitel bringt es auf den Punkt: Maximo Park enthält sehr viele musikalische und emotionale Informationen", sagte Keyboarder Lukas Woollner im APA-Interview.

"Too Much Information"

Maximo Park starten mit neuem Album durch

Neben neuer Platte rocken die Herrschaften am 15. Februar im Wiener Flex.

Maximo Park haben den Hype um die Band zurückgelassen und diesen unbeschadet überstanden. Das am 31. Jänner erscheinende sechste Album "Too Much Information" zeigt die Formation aus Newcastle in bestechender Form. "Der Plattentitel bringt es auf den Punkt: Maximo Park enthält sehr viele musikalische und emotionale Informationen", sagte Keyboarder Lukas Woollner im APA-Interview.

Hier eine kleine Hörprobe: "Leave This Island"



Viele neue Seiten aufgedeckt
"Je länger wir Musik machen, desto mehr Seiten von Maximo Park entdecken wir", meinte der Musiker auf die Bandbreite auf dem Tonträger angesprochen. Es gibt flotte Nummern, hymnischen Indie-Pop, aber auch flirrende Synthesizer und verträumte Sequenzen. "Zu Beginn einer Karriere würde eine solche Vielfältigkeit die Hörer wohl eher verstören, weil die Leute alles gerne in Kategorien stecken", betonte Woollner. "Aber wenn man am sechsten Album arbeitet, wird einem schnell bewusst, wie gesund es ist, viele Seiten zu haben. Man kann befreit arbeiten, muss sich nicht die Grenzen zu eng setzen. Ich bin jedenfalls froh, in keiner Gruppe zu sein, die nur eine Sache gut kann, und sich deshalb ständig wiederholt", führte der Keyboarder weiter aus.


Kult-Band nich auf der Suche
Seine Band habe sich nie selbst in eine Ecke gedrängt oder drängen lassen, auch wenn die Versuchung nach den großen Erfolgen mit den ersten beiden Alben groß gewesen sein mag. "Wir haben immer noch nicht herausgefunden, was Maximo Park ist. Wir werden bei der Suche stärker und stärker." Der Vorgänger "The National Health" war ein zorniges politisches Statement. "Wir wollten damals nach einer notwendigen Pause zurückzukommen, mit aller Deutlichkeit und Heftigkeit. Viele Leute, die uns zum ersten Mal live sehen, sind überrascht, dass wir auch aggressiv klingen können. Diese Aggressivität wollten wir auf die Platte bringen."

Spontan-Album
Bei "Too Much Information" war dagegen "nichts geplant". Woollner: "Wir wollten eigentlich nur eine EP aufnehmen. Alles ging sehr schnell, in drei Wochen waren fünf Lieder fertig, alle haben es dann auf die Platte geschafft. Wir waren perplex, dass wir in so kurzer Zeit so gute Songs produzieren können. Das hat viel Druck weggenommen. Wir entschlossen uns, gleich ein Album selbst aufzunehmen." War es denn überhaupt kein Risiko, auf einen Produzenten zu verzichten? "Wir sind fünf Leute mit guten Ideen. Wenn wir fünf also alle der Meinung sind, dass die Songs gut sind, wozu brauchen wir dann noch eine Meinung von außen?", antwortete Woollner.

Neue Platte plus Konzert inklusive

Am 15. Februar gastieren die Briten im Wiener Flex. Für viele Fans sind die frühen Lieder zum Soundtrack ihres Lebens geworden. "Ich hoffe, dass Maximo Park den Leuten etwas bedeutet", sagte Woollner. "Dass die Leute Emotionen mit den Songs verbinden. Und dass, wenn sie die Lieder bei unseren Konzerten über die Jahren wieder hören, sie ihnen vielleicht etwas ganz anderes bedeuten, weil das Leben weitergegangen ist, man sich verändert und neue Erfahrungen gemacht hat."

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