Fendrich prangert Lobbyistentum an

Neue Single

Fendrich prangert Lobbyistentum an

Nach "Tango Korrupti" protestiert Fendrich nun mit "Lobbyisten-Reggae".

Bereits in seinem Lied "Tango Korrupti" ging der Austro-Popper Rainhard Fendrich mit den gesellschaftspolitischen Umständen unseres Landes kritisch um. Stand damals "nur" Bestechung" im Zentrum des Liedtextes, taucht Fendrich in seiner neuen Single "Lobbyisten-Reggae" nun in die Gegenwart und die dunklen Seiten von Wirtschaft und Politik im Hier und Jetzt ein. Wirtschaftsbosse und Politiker kommen dabei gar nicht gut weg.

Hier das Video zum Song

Unüberschaubare Netzwerke
Konkret geht es in "Lobbyisten-Reggae" um die dunklen Seiten des Lobbyismus, wo jemand im Hintergrund systematisch Faden für Faden und Seil für Seil zu einem Netzwerk verknüpft, in dem sich Opfer aus Wirtschaft und Politik verfangen sollen. Wo ein unüberschaubarer Strom von Subventionen, Provisionen, Boni–Millionen etc. fließt. Und wer kennt solche Sprüche nicht zu Genüge? Wenn der Geldfluss einmal sichtbar wird, ist der Lobbyist mitunter längst abgetaucht. So wie ihn Rainhard Fendrich aus dem fernen, sicheren Hawaii mit gespielter Unschuld fragen lässt: "Wo steht denn bitte g'schrieben, dass das Fädenzieh'n allein verboten ist?"

Von Affären inspiriert
Österreichs großer Liedermacher ist nicht zuletzt durch eine Reihe von Affären, die dieses Land in jüngster Zeit erschüttert haben, inspiriert worden. Doch seine bitter-heitere "Hymne gegen Lobbyisten" ist zweifellos ein Song, der keine Grenzen kennt. Fragt sich nur, ob bei so viel Ehrlichkeit man noch voller Stolz die inoffizielle Bundeshymne "I´m from Austria", die ebenfalls aus Fendrichs Feder stammt, singen kann.

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