AMAG - Analysten sehen für Q4 klares Minus bei Ergebniskennzahlen

Umsatz dürfte im Schnitt um 13 Prozent geringer ausgefallen sein - Nettoverlust von rund 3 Mio. Euro, nach Gewinn von 8,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum

Die Analysten der Erste Group, der Baader Bank und von Raiffeisen Research erwarten für die am Donnerstag anstehenden Viertquartalszahlen des oberösterreichischen Aluminiumkonzerns AMAG einen deutlichen Rückgang bei den Ergebniskennzahlen. Das Nettoergebnis dürfte laut den durchschnittlichen Expertenschätzungen gar ins Negative abrutschen.

Die Viertquartalszahlen der AMAG dürften 2020 laut dem Erste-Experten Michael Marschallinger weiter von den Umwälzungen durch die Covid-19-Pandemie, besonders in wichtigen Absatzmärkten wie der Luftfahrtindustrie, beeinträchtigt worden sein.

Der Umsatz dürfte laut den mittleren Schätzungen gegenüber dem Vorjahresquartal um rund 13 Prozent auf 212,2 Mio. Euro gefallen sein. Gegenüber dem dritten Quartal 2020 sollte der Umsatz jedoch laut Marschallinger vor allem wegen der starken Nachfrage aus dem Automotive-Markt kräftig gewachsen sein. Auch Baader-Analyst Christian Obst rechnet mit einer vergleichsweise guten Nachfrage für das abgelaufene Quartal.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBITDA) soll den Experteneinschätzungen zufolge im Schnitt um rund ein Drittel auf 22,4 Mio. Euro gefallen sein. Marschallinger führt den erwarteten deutlichen Rückgang auf geringere Umsätze im Walzen-Segment und geringere Absatzmengen bei der Luftfahrtindustrie zurück.

Beim operativen Ergebnis (EBIT) erwarten die Experten im Schnitt ein Minus gegenüber dem Vorjahresquartal von 87 Prozent auf 1,7 Mio. Euro. Das Nettoergebnis dürfte laut den mittleren Schätzungen ins Negative rutschen und auf einen Verlust von 3,0 Mio. Euro kommen.

AMAG - Analystenschätzungen für das vierte Quartal 2020 (in Mio. Euro):

             Schnitt Vorjahr +/- 
Umsatz       212,2   244,5   -13%
EBITDA       22,4    33,9    -34%
EBIT         1,7     13,1    -87%
Nettogewinn* -3,0    8,6     n.a.

* keine Schätzungen der Baader Bank verfügbar

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