Anrainerparken in Wien: Dauerstreit in der Josefstadt beendet

Erste Zusatzschilder bereits angebracht

Der jahrelange Streit der Stadt Wien mit dem achten Bezirk Josefstadt rund um die Anrainerparkplätze ist befriedet: Am Montagabend wurde an einem ersten Verkehrsschild in der Schönborngasse das Zusatzschild angebracht, das die Parkplätze auch für Lieferverkehr und Sozialdienste offen stehen. Bezirksvorsteher Martin Fabisch (Grüne) sprach gegenüber der Tageszeitung "Die Presse" (Dienstag-Ausgabe) von einer "längst überfälligen Legalisierung".

Seit 1. Dezember 2018 sind Anrainerparkplätze in Wien auch für den Lieferverkehr und Sozialdienste untertags geöffnet. Der erste und der achte Bezirk (damals beide von der ÖVP geführt) wollten diese Neuregelung allerdings nicht hinnehmen und weigerten sich, die erforderlichen Zusatztafeln zu finanzieren, auf denen auf die neue Verordnung verwiesen wird.

Während der erste Bezirk letztlich nachgab, wehrte sich die Josefstadt bis zum Wechsel in der Bezirksvorstehung dagegen. Mit der Wien-Wahl im Oktober 2020 musste die langjährige Bezirksvorsteherin Veronika Mickel-Göttfert (ÖVP) ihr Amt abgegeben, da die Grünen das Ruder übernommen hatten.

Im achten Bezirk stimmten nun alle Parteien - bis auf die ÖVP - dafür, die Zusatztafeln anzubringen. In den kommenden zwei Wochen sollen alle Anrainerparkplatzzonen mit insgesamt 700 Stellplätzen ausgeschildert sein.

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