Anschlag in Wien - Interreligiöse Kundgebung in Berlin

Hohe Vertreter des Islams, des Judentums und Christentums planen Ansprachen

Vor der österreichischen Botschaft in Berlin versammeln sich heute, Freitag, am Nachmittag hohe Vertreter des Islams, des Judentums und der christlichen Kirchen zu einer gemeinsamen Solidaritätskundgebung. Geplant ist ein interreligiöses Gebet. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) nimmt die islamistischen Terrorakte der vergangenen Tage, zuletzt den Anschlag von Wien, zum Anlass zu einer Friedenskundgebung.

Der Vorsitzende des ZMD, Aiman Mazyek, ergriff die Initiative und lud zu der Gedenkveranstaltung ein, die um 15.00 Uhr gegenüber der österreichischen Botschaft in Berlin-Tiergarten stattfinden soll. Nach einem interreligiösen Gebet werden Vertreter mehrerer Religionen kurze Ansprachen halten, um der Opfer zu gedenken und den Angehörigen Beileid auszusprechen.

Neben Aiman Mazyek - der gebürtige Aachener, dessen Vater aus Syrien stammte, steht dem Zentralrat der Muslime seit zehn Jahren vor - werden auch der Vorsitzende der Allgemeinen Rabbinerkonferenz Deutschland, der Rabbiner Andreas Nachama, sprechen sowie der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Christian Stäblein, und der Erzbischof der katholischen Kirche von Berlin, Heiner Koch.

Bei der Einladung betonte Mazyek, es gehe um ein friedliches Zusammenleben aller Menschen, gleich welcher Ethnie und Glaubensrichtung, sowie gegen Terror und Extremismus.

Nach den Ansprachen werden an Österreichs Botschafter Peter Huber Blumen und Kerzen übergeben. Schon kurz nach dem Attentat in Wien wurden am Botschaftsgelände an der Ecke Tiergartenstraße und Stauffenbergstraße von Berlinern zahlreiche Blumen, Kerzen und Grußkarten zum Gedenken an die Terroropfer niedergelegt.

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