Börse London schließt mit knappem Minus

Corona-Beschränkungen sollen laut Premierminister Johnson bis 21. Juni aufgehoben werden - Luftfahrt-Titel gut gesucht

Die Londoner Börse ist am Montag mit leichten Abgaben aus dem Handel gegangen. Der FTSE-100 verlor 0,18 Prozent auf 6.612,24 Einheiten. Insgesamt waren im britischen Leitindex 43 Kursgewinner und 58 -verlierer zu finden. Auch an den restlichen europäischen Leitbörsen ging es zum Wochenauftakt nach unten: Euro-Stoxx-50 minus 0,4 Prozent, DAX minus 0,3 Prozent, CAC-40 minus 0,1 Prozent.

Anleger treibt zu Wochenbeginn vor allem die Sorge rund um steigende Zinsen um. Diese wirken sich einerseits negativ auf die Unternehmensgewinne aus, andererseits werden dadurch auch Anleihen wieder zu einer attraktiveren Anlagealternative.

Hinsichtlich der Corona-Lage in Großbritannien ließ der britische Premierminister Boris Johnson am Montag mit eine Ankündigung aufhorchen. Bis zum 21. Juni sollen alle Corona-Beschränkungen in England aufgehoben werden. Das sagte Johnson bei der Vorstellung seines Lockdown-Fahrplans im britischen Unterhaus.

Bei den Einzelwerten dominierten am Montag im FTSE-100 die Aktien der Luftfahrtbranche. An der Spitze schlossen die Titel der Airline-Holding IAG um satte 7,5 Prozent fester. Die British-Airways-Mutter hat sich, wie am heutigen Montag bekannt wurde, weitere Liquidität in Höhe von umgerechnet 2,8 Mrd. Euro gesichert. Der Konzern nimmt ein von der britischen Regierung abgesichertes Darlehen von zwei Mrd. Pfund und fünf Jahren Laufzeit auf.

Dahinter gewannen auch die Papiere des Triebwerksherstellers Rolls Royce deutliche 6,9 Prozent. Ölwerte profitierten dagegen von der heutigen Ölpreisrally. Im "Footsie" schlossen die Titel von Royal Dutch Shell mit 2,5 Prozent im Plus und BP gewannen ebenso deutliche 2,8 Prozent.

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