"Boobschafterin" Vera Russwurm: "Brustkrebs kann jedem passieren"

Moderatorin unterstützt neue Kampagne im "Brustkrebsmonat" Oktober - Instagram-Filter #watchyourboobs im Zentrum der Initiative des Pharmakonzerns Roche

Jede achte Frau in Österreich erkrankt im Lauf ihres Lebens an Brustkrebs. Rechtzeitig erkannt, überleben die meisten Patienten. Im frühen Stadium treten meist keine Schmerzen auf, Vorsorge beim Spezialisten und Selbstuntersuchung auf Symptome wie Rötungen, Formveränderungen und Verhärtungen sind essenziell. "Brustkrebs kann jedem passieren" meinte Moderatorin und "Boobschafterin" Vera Russwurm am Dienstag bei einem Pressefrühstück des Pharmaunternehmens Roche in Wien.

"Es ist vielfach nicht notwendig, dass man daran stirbt!" betonte die studierte Medizinerin. Veränderungen sollten stets zeitnah abgeklärt werden. Außerdem verwies sie darauf, dass auch Männer Brustkrebs bzw. Mammakarzinom bekommen können. Ihr Risiko liegt lebenslang bei etwa eins zu 1.000. Mit rund 5.400 Neuerkrankungen jährlich und einem Anteil von etwa 30 Prozent an allen Tumoren ist Brustkrebs bundesweit die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Grundsätzlich erweisen sich rund drei Viertel aller Veränderungen in der Brust gutartig. Bei bösartigen Veränderungen gilt für alle: Je früher erkannt wird, desto besser die Heilungschancen. "Schau auf dich" möchte enttabuisieren, das Bewusstsein erhöhen und mehr Aufmerksamkeit schaffen.

Ein zentrales Element von #watchyourboobs im "Brustkrebsmonat" Oktober ist ein innovativer Instagram-Filter, bei dem "Brüste Augen machen"; Schwerpunkt der Social Media Kampagne liegt im Konzept der "Boobschafter", die humorvoll Wissen über Brustkrebs vermitteln und aufklären sollen. Dass laut einer aktuellen Studie seit dem Beginn der Pandemie rund 30 bis 40 Prozente weniger Vorsorge-Untersuchungen wahrgenommen wurden, gibt Russwurm zu denken. Viele Frauen haben Vorsorgetermine verschoben oder abgesagt. Gemeinsam mit Spezialisten appellierte sie, diese möglichst bald nachzuholen. "Wir holen langsam auf!""Früherkennung rettet Leben" sagte Frauenarzt und Brustkrebsspezialist Christian Singer. Gerade solange Brustkrebs nicht gestreut hat, stehen die Heilungschancen gut. Wichtige Operationen wären immer durchgeführt worden, versicherte er.

"Aufklärung und seriöse Informationen sind essenziell, um Frauen die Angst vor Brustkrebs zu nehmen." Gleichzeitig sollte das Thema aber so präsent sein, dass die Prävention ernst genommen wird. "Gesundheit ist unser wichtigstes Gut! Darauf sollten wir achten - gerade in so turbulenten Zeiten wie diesen" so Vera Russwurm. #watchyourboobs will das Thema Brustgesundheit positiv, lebensbejahend und mit handgezeichneten Illustrationen bundesweit in den Fokus rücken.

Auch wenn die genetische Disposition eine Rolle spielt, kann jeder einen wichtigen Beitrag leisten, um die Risikofaktoren zu senken: Lifestyle-Adaptionen wie weniger Alkohol, mehr Bewegung und Normalgewicht wirken sich durchaus positiv aus, erklärte Experte Singer.

(S E R V I C E - Nähere Informationen unter www.brustkrebs.at, www.frueh-erkennen.at. Filter: www.instagram.com/ar/2749782705344494)

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