Caritas: Arme Menschen leben nach Corona-Pandemie weiter in Krise

Forderung nach mehr Arbeitslosengeld, Soforthilfen und Maßnahmen gegen Kinderarmut - Hohe Arbeitslosigkeit soll nachhaltig bekämpft werden - Aufruf nach Spenden für volle Einkaufswägen

ACHTUNG - SPERRFRIST: DIESE MELDUNG DARF NICHT VOR DER OBEN ANGEFÜHRTEN SPERRFRIST VERÖFFENTLICHT WERDEN! EINE VORZEITIGE VERÖFFENTLICHUNG KANN ZU (MEDIEN)RECHTLICHEN PROBLEMEN FÜHREN UND DIE FRÜHZEITIGE BERICHTERSTATTUNG DER APA ÜBER GESPERRTE INHALTE ZUKÜNFTIG EMPFINDLICH EINSCHRÄNKEN

Die anhaltende Corona-Krise hat die Armut in ganz Österreich erhöht, von der vor allem Kinder und Jugendliche betroffen sind. Teilweise kommen über 40 Prozent mehr neue Personen als noch im vergangenen Jahr in die Sozialberatungsstellen der Caritas, was die Entwicklung deutlich aufzeigen würde. Um dagegen anzugehen, fordert die Caritas mehr Arbeitslosengeld, unbürokratische Soforthilfen und einen "Pakt gegen Kinderarmut".

"Wir müssen eine Pandemie der Armut unter allen Umständen verhindern", sagte Caritas-Präsident Michael Landau am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien. Er sehe bei der täglichen Arbeit seiner Organisation, dass immer mehr Menschen an den Rand der Gesellschaft rutschen. "Menschen mit geringem Einkommen spüren bereits die kleinsten Preissteigerungen und sie müssen sich vielfach entscheiden, ob sie ihre Miete bezahlen oder Lebensmittel einkaufen sollen", betonte er. Deshalb seien zielführende politische Maßnahmen aktuell besonders wichtig.

Als erster Punkt wird die notwendige Bekämpfung der Rekordarbeitslosigkeit genannt. Aktuell seien laut Landau 409.000 Menschen in Österreich ohne Job. Je länger keine neue Arbeit gefunden werde, desto mehr wachse die Verzweiflung. "Die Krise ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen", sagte Landau und forderte als zweiten Punkt "raschere existenzsichernde Maßnahme für die kommenden Monate".

Die geplante Verlängerung der Einmalzahlungen für arbeitslose Menschen sei zwar gut und richtig, aber nicht ausreichend. Es sollte laut ihm immer die Menge an Geld zur Verfügung stehen, um auch ohne Job ein Leben ohne Armut führen zu können. "Wir können uns einen funktionierenden Sozialstaat leisten. Was wir uns nicht leisten können, ist ohne ihn zu sein", ist sicher der Caritas-Präsident sicher.

Als Drittes geht es der Caritas um einen "Pakt gegen Kinderarmut". "Es muss ein ausreichendes Einkommen da sein, damit Familien nicht in die Armut schlittern", sagte Caritas-Generalsekretärin Anna Parr. Denn Kinder und Jugendliche seien die größte Gruppe der Empfänger von Sozialhilfe. Parr sieht vor allem bei ärmeren Familien mit mehreren Kindern große Probleme beim Home-Schooling, denn fast immer stehen dort weniger Computer zur Verfügung als es Kinder gebe. "Das ist besonders schmerzhaft, weil wir wissen, dass Bildung bei Kindern die beste Prävention gegen Armut im späteren Alter ist", sagte sie.

Das primäre Ziel der Caritas sei deshalb klar - bis 2030 soll es keine Kinderarmut mehr in Österreich geben. "Wir sind überzeugt davon, dass das gelingen kann", betonte Parr und rief zur Unterstützung in dieser Mission auf. "Helfen sie uns weiter helfen", sagte sie. "Füllen sie mit uns viele Einkaufswagerl für Menschen, die sich derzeit zwischen Heizen und Einkaufen entscheiden müssen", fügte Landau an.

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