Cb-U-Ausschuss: Kaum Berührungspunkte zwischen Landesholding und Bank

Geschäftsführer Rucker: Kein finanzieller Schaden mit Ausnahme der Energie Burgenland - Holding habe keine Geschäftsbeziehung zur Commerzialbank

Hans Peter Rucker, Geschäftsführer der Burgenland Holding, hat am Mittwoch im U-Ausschuss zur Commerzialbank Mattersburg (Cb) gesagt, dass es bis auf zwei Ausnahmen keine Verbindungen zwischen Holding und Bank gegeben habe. Die Energie Burgenland habe 5 Mio. Euro bei der Bank gehabt, die Risikokapitalmanagement-Gesellschaft 22.000 Euro, die von der Einlagensicherung gedeckt gewesen seien. Abseits der Energie Burgenland sei der Holding kein finanzieller Schaden entstanden.

Die Commerzialbank sei auch nie an die Landesholding herangetreten, um Geschäftsbeziehungen aufzubauen, und habe bei Kreditgeschäften nie mitgeboten. Dementsprechend habe es "keine Kontakte, keine Telefonate, keine Gespräche und keine Mails" zwischen ihm und Ex-Bankchef Martin Pucher oder anderen Vertretern der Bank gegeben, sagte Rucker.

Von den Problemen in der Commerzialbank habe er am Abend des 14. Juli von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) erfahren. Doskozil habe ihn bei einem Telefonat gebeten, eine Aufstellung über alle Engagements der Landesholding und der Unternehmen mit der Commerzialbank auszuarbeiten. Bei dem Telefonat und einem Treffen am nächsten Vormittag sei es vor allem darum gegangen, welche Maßnahmen man treffen könne, um Betroffene zu unterstützen. "Für mich war das klares Krisenmanagement", sagte Rucker.

Die Commerzialbank sei ihm "ein Rätsel" gewesen. "Bei anderen Banken hat es Einsparungsmaßnahmen gegeben oder Filialschließungen. Das hat man bei der Commerzialbank nicht bemerkt", betonte Rucker. Warum die Malversationen im Zuge der Prüfungen nicht aufgefallen seien, könne er sich nicht erklären. "Wenn man Stichproben genommen hätte und die Aktiva kontrolliert hätte, dann hätte das auffallen können", sagte der Geschäftsführer.

Er habe nicht überlegt, ob man noch versuchen könne, Geld von der Bank zu holen. "Ich habe weder den Wissensstand gehabt, noch war eine Intention da, etwas abzuziehen", sagte Rucker. Auch von Doskozil habe er keinen entsprechenden Auftrag erhalten. Mit Harald Horvath, Geschäftsführer der Regionalmanagement Burgenland GmbH (RMB), habe er keinen Kontakt gehabt, zumal die RMB keine Tochter der Landesholding sei. Horvath wurde am Mittwochnachmittag nach Rucker im U-Ausschuss zum Überweisungsversuch der RMB vor der Schließung der Bank befragt. Er beantragte allerdings den Ausschluss der Öffentlichkeit.

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