Corona - Gesundheitsministerium: Keine Ablöse Auers

Sprecherin: Personelle Konsequenzen unter Mitarbeitern "völlig absurd"

Das Gesundheitsministerium hat am Donnerstag Gerüchte über eine Ablöse des Covid-Sonderbeauftragten Clemens Martin Auer dementiert. Von personellen Konsequenzen unter Mitarbeitern zu schreiben sei "völlig absurd", sagte eine Sprecherin von Minister Rudolf Anschober (Grüne) auf Anfrage der APA. Die "Kleine Zeitung" hatte zuvor berichtet, dass Auer angesichts des verkorksten Impfstarts auf Drängen der Regierungsspitze abgezogen worden sein soll.

Nachdem vorhandene Impfdosen nicht gleich verimpft wurden, waren dem Vernehmen nach die ÖVP und vor allem Bundeskanzler Sebastian Kurz mit der Vorgangsweise unzufrieden. In einer Aussprache zwischen Kurz, Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) und Anschober soll dann am Dienstagabend festgelegt worden sein, dass doch vor dem ursprünglich festgelegten 12. Jänner der allgemeine Impfstart erfolgen soll.

Die Sprecherin Anschobers bekräftigte am Donnerstagvormittag die Aussagen ihres Ministers und von Kurz, dass der Impfstart nun vorgezogen wird. Man habe die Pilotphase abgewartet und diese habe man nun mit guten Erfahrungen abgeschlossen. Es sei dabei um die Logistik und Vorbereitung in Alters-und Pflegeheimen sowie die Verträglichkeit der Impfung gegangen. Hier habe es gute Rückmeldungen gegeben und deshalb können nun Impfungen vorgezogen werden, sagte Anschober. Ab Montag gehe die Impfung dann "wirklich in die Breite". Es gebe schon mehr als 30.000 Vakzine-Reservierungen. Kurz hatte angekündigt, dass neben den Impfungen in Alters- und Pflegeheimen noch im Jänner nun auch über 80-Jährige geimpft werden sollen, die sich zu Hause befinden oder familiär betreut werden.

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