Corona - Kaserne Spittal an der Drau: Zwei Infizierte gefunden

Sequenzierung wegen geringer Viruslast nicht möglich - Kaserne soll rasch wieder regulären Betrieb aufnehmen

In der Türk-Kaserne in der Kärntner Bezirksstadt Spittal an der Drau sind bei einer Durchtestung von 240 Heeresangehörigen und Mitarbeitern zwei PCR-Tests positiv ausgefallen. Für eine Sequenzierung zur Überprüfung, ob die beiden Fälle der Südafrika-Mutation zuzurechnen sind, war die Viruslast zu gering. Für Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) ist es wegen der geringen Viruslast "schlüssig", dass es sich um keine Mutationsfälle handelt, sagte er am Montag vor Journalisten.

Laut Kaiser war ein Rekrut der Kaserne im Einsatz in Tirol. Nachdem er positiv auf Corona getestet wurde, folgte seine Absonderung. Er dürfte seine Mutter angesteckt haben, bei der eine Sequenzierung den Verdacht auf die in Tirol verbreitete Südafrika-Variante bestätigte - der erste derartige Fall in Kärnten. Die Frau selbst war nicht in Tirol. Beim Sohn war eine Sequenzierung wegen zu geringer Viruslast nicht möglich.

Wie Christoph Hofmeister vom Militärkommando Kärnten auf APA-Anfrage sagte, werde die Kaserne nun rasch wieder den regulären Betrieb aufnehmen. Man warte noch auf die Freigabe der Bezirkshauptmannschaft, erwarte aber, dass die Absonderung für die negativ getesteten Heeresangehörigen nun aufgehoben werde. Wo sich die beiden positiv Getesteten angesteckt haben sei "schwer nachvollziehbar", es sei möglich, dass sie sich die Infektion beim in Tirol eingesetzten Rekruten geholt haben, zweifelsfrei nachgewiesen sei das aber nicht.

In Tirol sei es jedenfalls zu keinen vermehrten Infektionen bei Soldaten oder Polizisten, die die Ausreisetestpflicht kontrollieren, gekommen, hieß es sowohl vom Militärkommando Tirol als auch aus der Landespolizeidirektion Tirol gegenüber der APA. Bei der Tiroler Polizei gebe es derzeit generell sehr wenig positiv getestete Beamte und keiner davon sei an Tirols Grenzen im Einsatz gewesen, sagte Polizeisprecher Stefan Eder.

OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten