Corona - Physiotherapie im Lockdown weiterhin möglich

Verunsicherung bei Patienten bereits bei Maßnahmen im März

Der Verband der Physiotherapeuten hat am Dienstag in einer Aussendung darauf hingewiesen, dass Patienten weiterhin ihre Behandlungen in Anspruch nehmen können. Bei physiotherapeutischen Leistungen handle es sich um Behandlungen, die der ärztlichen Hilfe gleichgestellt sind, machte der Fachverband Physio Austria aufmerksam. Patienten selbst dürfen auch während der Ausgangsbeschränkungen ihr Haus verlassen, um den Weg zur Therapie zur anzutreten.

Das war bereits beim ersten Lockdown der Fall. Jedoch waren die meisten Österreicher verunsichert, da immer wieder darauf hingewiesen wurde, dass nur im Notfall, für die Arbeit, zum Einkauf der Grundbedürfnisse, für die Betreuung unterstützungsbedürftige Menschen sowie zur körperlichen und psychischen Erholung das Haus verlassen werden dürfe. Dabei waren die physiotherapeutische Praxen nicht behördlich geschlossen. Allerdings mangelte es an Schutzausrüstung.

Anders als vor acht Monaten sind Physiotherapeuten diesmal mit Schutzausrüstung ausgestattet. Somit werde unter hohen Sicherheitsvorkehrungen gearbeitet, betonte Physio Austria. Auch dürfen Hausbesuche angeboten und diese Behandlungen auch durchgeführt werden.

Deshalb wiesen die Therapeuten darauf hin, ärztlich verordnete Behandlungen wahrzunehmen. Eine Behandlungsverzögerung gefährde die Gesundheit der Betroffenen. Insbesondere nach Unfällen, Operationen oder begleitend bei chronischen Erkrankungen sei regelmäßige Physiotherapie von Anbeginn an wesentlich. Nur so werden Folgeschäden und Bewegungseinschränkungen vermieden, betonten die Experten.

Wermutstropfen für Menschen, die eine Physiotherapie in Einrichtungen der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) erhalten: Dort werden verschiebbare Behandlungen - darunter fällt manuelle Physiotherapien - derzeit ausgesetzt, wie die ÖGK am Dienstag mitteilte. Bei ärztlich verschriebenen Behandlungen bei einem Wahlphysiotherapeuten wird die Behandlung nur zum Teil von der gesetzlichen Krankenkasse ersetzt.

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