Corona - Vorarlberger Pflegeheime sind durchgeimpft

Impfquote von 75 Prozent unter den Heimbewohnern

Die Corona-Impfungen in den 49 Vorarlberger Pflegeheimen sind abgeschlossen. Laut Mitteilung der zuständigen Landesrätin Katharina Wiesflecker (Grüne) lag die Impfquote unter den Heimbewohnern bei 75 Prozent, jene unter den Mitarbeitern bei knapp 52 Prozent. Wiesflecker sprach von einer "deutlichen Entspannung", aktuell gebe es in den Vorarlberger Pflegeheimen lediglich einen einzigen positiven Corona-Fall, der eine Mitarbeiterin betreffe.

"Alle Bewohner und Mitarbeiter, die sich impfen lassen wollten, sind jetzt zweifach geimpft", stellte die Landesrätin fest. Berücksichtige man, dass sich einige Mitarbeiter in den Impfstraßen des Landes immunisieren ließen, so könne man bei dieser Gruppe von einer Impfquote von 55 Prozent ausgehen.

Wiesflecker betonte, dass die momentane Situation im Pflegebereich "sehr erfreulich" sei. Bis auf die positiv getestete Mitarbeiterin eines Pflegeheims und einen positiven Fall bei den Mobilen Hilfsdiensten gebe es keine Infizierten zu verzeichnen - weder bei den Krankenpflegevereinen, noch beim betreuten Wohnen, noch bei den 24-Stunden-Betreuerinnen. Seit Beginn der Pandemie haben sich in Vorarlberg 511 Bewohner von Pflegeheimen mit dem Coronavirus angesteckt. 413 der Infizierten erholten sich wieder, 98 starben am oder mit dem Virus. Das sind über 36 Prozent aller Vorarlberger Corona-Todesopfer.

Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP) unterstrich, dass die Phase eins des Vorarlberger Impfplans so gut wie bewältigt sei. Man immunisiere zwar weiter vorrangig Personen über 80 Jahre und Hochrisikopatienten, parallel würden aber bereits jetzt weitere Berufsgruppen aus der Phase zwei zur Impfung eingeladen. Das habe damit zu tun, dass für Menschen unter 65 Jahre mehr Impfstoff zur Verfügung stehe als für die ältere Gruppe. In den nächsten beiden Wochen rückten verstärkt Menschen mit Behinderung sowie Beschäftigte aus Gesundheitsberufen sowie Pädagogen und Patienten mit hohem Risiko in den Impffokus.

"Wir sind mit unserem Impfkonzept hochflexibel unterwegs und können die Prozesse in kürzester Zeit beschleunigen, wenn sich die gelieferten Impfstoffmengen erhöhen", sagte Rüscher. Klar sei, dass jeglicher Impfstoff, der ins Land komme, so rasch wie möglich verimpft werde. Laut dem Vorarlberger Impf-Dashboard wurden in Vorarlberg bisher rund 19.800 Personen gegen das Coronavirus geimpft, davon über 12.000 zwei Mal.

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