Corona - Welternährungsprogramm mit Problemen in Nordkorea

Einstellung der Arbeit wegen strikter Einschränkungen befürchtet

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) warnt vor einer Einstellung seiner Arbeit in Nordkorea. Grund dafür seien die strikten Corona-Einschränkungen in dem ohnehin abgeschotteten kommunistischen Land, wie die UNO-Organisation am Dienstag mitteilte. Die Isolation Nordkoreas als Reaktion auf den Corona-Ausbruch im benachbarten China Anfang vergangenen Jahres erschwert demnach die Arbeit der Mitarbeiter des Programms erheblich.

"Lebensmittelimporte, der Einsatz von internationalem Personal und Beobachtermissionen bleiben für einen längeren Zeitraum eingeschränkt", klagt das WFP in dem auf seiner Webseite veröffentlichten Bericht. "Es besteht das Risiko, dass die Einsätze im Jahr 2021 gestoppt werden, sollten Nahrungsmittelimporte nicht möglich sein."

Nordkorea leidet unter chronischer Nahrungsmittelknappheit, nach UNO-Schätzungen gelten mehr als 40 Prozent der 25 Millionen Einwohner des Landes als unterernährt. Das WFP organisiert die größte Hilfsaktion in dem Land und versorgt jeden Monat rund eine Million schwangere Frauen, stillende Mütter und Kinder.

Die Führung in Pjöngjang erklärte, es gebe keine Corona-Infektionen im Land. Experten bezweifeln diese Aussage jedoch.

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