Corona - Wieder mehr als 1.700 Neuinfektionen in Österreich

37 Tote in 24 Stunden gemeldet - Deutlicher Zuwachs an Intensivpatienten - SPÖ-Mahnung zu "Vorsicht"

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Statement SPÖ-Vizeklubchef Leichtfried, Testzahlen, Impfzahlen
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Die Coronavirus-Neuinfektionen in Österreich steigen weiter. Nach Angaben von Innen- und Gesundheitsministerium wurden in den vergangenen 24 Stunden 1.727 neue Fälle gemeldet. Im Schnitt der vergangenen Woche infizierten sich somit täglich 1.747 mit SARS-CoV-2. Die Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner stieg damit auf 137,4. Einen deutlichen Zuwachs gab es bei Intensivpatienten. Hier mussten fünf Prozent mehr als vergangene Woche versorgt werden.

In der vergangenen Woche wurden insgesamt 12.232 neue Fälle bestätigt. Die Zahl der aktiv Infizierten stieg am Dienstag um 487 auf 16.923 an. Zuletzt hat es in Österreich vor rund einem Monat, am 18. Jänner, mit 16.952 aktiven Fällen eine ähnlich hohe Zahl gegeben.

Am Dienstag mussten österreichweit 1.362 Covid-19-Erkrankte in Spitälern behandelt werden, um 53 mehr als am Montag. Deutlich gestiegen ist die Zahl der Intensivpatienten - im Vergleich zum Montag waren es um 16 mehr, 271 Infizierte benötigten intensivmedizinische Versorgung. Das sind 13 mehr als vor einer Woche.

Den 1.727 Neuinfektionen standen am Dienstag mit 1.203 deutlich weniger neu Genesene gegenüber. Vergangenen Dienstag waren 1.427 neue Fälle gemeldet worden, am Dienstag vor zwei Wochen, dem 9. Februar, waren es 1.197 gewesen.

Die Zahl der Toten stieg um 37 auf bereits 8.434 Menschen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind, an. Innerhalb der vergangenen Woche wurden 174 Todesfälle registriert. Pro Tag kamen im Schnitt 25 weitere Tote hinzu. Pro 100.000 Einwohner sind bereits 94,8 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Seit Beginn der Pandemie haben sich in Österreich bereits 448.371 Menschen nachweislich mit SARS-CoV-2 infiziert. 423.014 gelten als genesen. Die meisten Neuinfektionen wurden seit Montag mit 483 in Niederösterreich registriert, 348 waren es in Wien, 230 in der Steiermark. In Oberösterreich und Salzburg kamen jeweils 145 neue Fälle hinzu, in Kärnten 140. Das Burgenland meldete am Dienstag 57 weitere Infizierte, Vorarlberg 32.

In der vergangenen Woche wurden österreichweit 1.468.106 Coronatests durchgeführt, 258.396 seit Montag. Davon waren 42.385 PCR-Tests, die Positivrate lag bei 4,1 Prozent.

Bis Montag wurden österreichweit 315.687 Menschen zumindest einmal geimpft. Laut den Daten aus dem E-Impfpass haben 203.651 Menschen beide Dosen erhalten, 2,3 Prozent verfügen somit über den vollen Impfschutz.

SPÖ-Vizeklubobmann Jörg Leichtfried sagte am Rande einer Pressekonferenz zu den steigenden Zahlen, es sei "nicht verwunderlich, dass die Situation bei uns schwierig ist". Er verwies auf den letzten Sommer und Herbst, damals seien "unglaublich viele Fehler" passiert. "Diese Zeit ist noch immer ausschlaggebend für die hohen Zahlen, die wir jetzt haben." Es sei viel zu schnell gelockert worden, es habe keine Teststrategie gegeben, die eigentlich schon im April 2020 stehen hätte müssen. Auch kritisierte er einmal mehr, dass die Maßnahmen nach Datum, aber nicht nach wissenschaftlichen Erkenntnissen getroffen worden seien. Er würde angesichts der aktuellen Lage zu "Vorsicht" bei weiteren Schritten mahnen. Man solle nun - wie Experten raten - noch drei bis vier Tage abwarten, "dann wird man sehen, in welche Richtung es geht".

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