Coronavirus - "Alarmierende" Höchstwerte in Oberösterreich

1.302 Neuinfektionen - Sieben Todesfälle - Pflege- und Altersheime können ab sofort zusätzliches Hilfspersonal einstellen

Mit 1.302 Covid-19-Neuinfizierten hat Oberösterreich am Freitag "Hauptzuwächse in alarmierender Höhe" vermeldet, kommentierte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) den Spitzenwert. Insgesamt gab es zu Mittag 6.284 positiv Getestete in dem Bundesland, von denen 369 im Spital lagen und 31 intensivmedizinisch behandelt werden mussten. Zudem gab es innerhalb von 24 Stunden sieben neue Todesfälle von Krankenhauspatienten.

Die Verstorbenen sind zwischen 70 und 96 Jahre alt und hatten mit Ausnahme der 96-jährigen Frau Vorerkrankungen. In den Alters-und Pflegeheimen ist die Zahl der Infizierten auch weiter nach oben gegangen. Mit Stand Freitagmittag waren in 44 Heimen 190 Mitarbeiter und 247 Bewohner Covid-19 positiv. Inzwischen wurden die Sicherheitsmaßnahmen in den Einrichtungen weiter nach oben gesetzt. Ab sofort ist nur mehr ein Besucher pro Bewohner und Tag erlaubt - außer die Besucher leben in einem gemeinsamen Haushalt, dann sind zwei Personen zulässig. Die Heimträger wurden angewiesen, tägliche Besuchszeiten festzulegen. Zudem wurde empfohlen, dass die Mitarbeiter FFP2-Masken tragen, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Zusehends stoße das Betreuungs- und Pflegepersonal an seine Leistungsgrenzen, sah Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer Handlungsbedarf (SPÖ). Ab sofort kann daher zur Entlastung neues Hilfspersonal eingestellt werden - im Umfang von zusätzlich zwei Prozent zum Mindestpflegeschlüssel. Landeshauptmann Thomas Stelzer, Personallandesrat Max Hiegelsberger (beide ÖVP) und Gerstorfer einigten sich darauf, die erst ab 1. Februar 2021 vorgesehene Aufstockung vorzuziehen, da durch die steigende Zahl der Neuinfektionen derzeit "jede helfende Hand in der Pflege" benötigt werde, meinte der Landeshauptmann.

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