Coronavirus - Anzahl der Todesfälle in Salzburg auf 51 erhöht

Derzeit mehr als 100 Corona-Patienten im Spital - Späterer Start des Salzburger Christkindlmarktes bei verbesserter Epidemie-Lage möglich

Im Bundesland Salzburg hat sich die Anzahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 am Freitag um zwei auf 51 erhöht. Bei den beiden Verstorbenen handelt sich laut Landes-Medienzentrum um einen 83-jährigen Flachgauer und eine 86-jährige Tennengauerin. Derzeit gibt es 2.733 aktiv Infizierte in Stadt und Land Salzburg laut EMS, seit Beginn der Pandemie haben sich 6.453 Personen mit dem Coronavirus infiziert (Stand 8.00 Uhr), das ist im Vergleich zu gestern ein Plus von 756.

Dieser starke Zuwachs an Infektionszahlen im Vergleich zu Donnerstag, 8.00 Uhr, ergebe sich aus den nun abgearbeiteten Nachträgen in das EMS sowie durch die Mitzählung der positiven Laborergebnisse angepasst an die AGES, hieß es. Am Freitag wurden erstmals über 100 Corona-Patienten im Spital betreut. 91 Infizierte lagen in normalen Betten, 15 in Intensivbetten. Weitere 3.501 Personen sind als Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne oder verkehrsbeschränkt.

Das Bundesland Salzburg wurde am Donnerstagabend von der Corona-Ampel-Kommission komplett auf "Rot" gestellt. "Nach wie vor sind die Zahlen im ganzen Land stark steigend, viele Infektionen sind nicht mehr rückverfolgbar", erklärte Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz. "Die Lage in Salzburg ist wirklich besorgniserregend. Massiv steigende Infektionszahlen, 103 von 119 Salzburger Gemeinden betroffen, also eine breite Streuung und ein Großteil der Infektionen ist nicht mehr nachvollziehbar."

Einen Funken Hoffnung gibt es allerdings noch, was die angekündigte Absage des Salzburger Christkindlmarktes in der Stadt Salzburg betrifft. Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) hatte gestern erklärt, der Markt sei wegen der steigenden Infektionszahlen und eines wohl bevorstehenden Lockdown-Light nicht genehmigungsfähig. Nun steht die Abhaltung eines "verkürzten" Christkindlmarktes im Raum.

Nach einem heutigen Gespräch mit dem Obmann des Vereins Christkindlmarkt, Wolfgang Haider, haben sich die beiden die Option eines späteren Starts mit einer Verlängerung bis 6. Jänner offen gehalten. "Wenn sich die Situation in nächster Zeit verbessert, also eine echte Beruhigung des Epidemie-Geschehens eintritt und wir von der roten Ampel wieder wegkommen, dann ist die Abhaltung des Salzburger Christkindlmarktes denkbar. Derzeit geht's leider nicht", erklärte Preuner.

Regulär hätte der Salzburger Christkindmarkt, der jährlich mehr als eine Million Besucher anzieht, heuer von 19. November bis 26. Dezember auf dem Dom- und Residenzplatz stattfinden sollen.

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