Coronavirus - Kärntner WK-Chef: Solidarität wird strapaziert

Mandl: Bundesregierung muss etwaigen Lockdown gut erklären, "wenn sie sich der Unterstützung der Wirtschaft weiterhin sicher sein will" - Ruf nach raschen Entschädigungen

Der Kärntner Writschatskammer- und ÖVP-Wirtschaftsbundpräsident Jürgen Mandl hat Freitagabend großen Unmut über mögliche Schließungspläne von Gastronomie- und Hotelbetrieben bis Ende November seitens der Bundesregierung kundgetan. Bei den Unternehmern würde Unmut geschürt, die Solidarität der Unternehmervertretung werde strapaziert. Es würde sich "bei der angeblichen Verordnung des Bundes keineswegs um eine mit allen politischen Stakeholdern akkordierte Fassung handeln".

Die entscheidenden Gespräche innerhalb der Bundesregierung und mit den Landeshauptleuten würden erst morgen, Samstag, stattfinden, erinnerte Mandl. Sollte es allerdings tatsächlich Überlegungen in Richtung eines neuerlichen "Lockdown" für Gastronomie und Hotellerie geben, werde er Widerstand leisten: "Diese Branchen spielen dank ihrer großen Disziplin, Flexibilität und Tatkraft bei der Infektionsbekämpfung in der Pandemie-Statistik eine Nebenrolle." Eine behördliche Schließung müsse die Bundesregierung "sehr umfassend erklären, wenn sie sich der Unterstützung der Wirtschaft weiterhin sicher sein will". Dabei müssten rasche, unbürokratische Entschädigungszahlungen nach deutschem Vorbild eine Rolle spielen.

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