Coronavirus: ÖGB Vorarlberg hält frühere Sperrstunde für undurchdacht

ÖGB-Chef Stemmer: "ein weiterer Sargnagel" für viele Betriebe

Der ÖGB Vorarlberg hat sich am Dienstag gegen die Sperrstundenregelung im Westen Österreichs gewandt, derzufolge die Gastronomie um 22.00 Uhr zusperren muss. Das sei undurchdacht und für viele Betriebe "ein weiterer Sargnagel", kritisierte Vorarlbergs ÖGB-Chef Reinhard Stemmer. Gerade in der Speisegastronomie könnte die Sperrstunde zumindest auf 23.00 Uhr gelegt werden, so Stemmer, der hunderte Arbeitsplätze gefährdet sah.

Die Vorverlegung der Sperrstunde werde das Problem nicht lösen, stattdessen werde wirtschaftlicher Schaden angerichtet, so der ÖGB-Chef. Feierwütige würden andere Möglichkeiten finden, um sich zu treffen, während eine gesamte Branche die Unvernünftigkeit von wenigen auszubaden habe. Wie für die Hotellerie müsse auch für den Rest der Branche eine akzeptable Lösung gefunden werden. "Es braucht endlich Klarheit und Planbarkeit für die Gastronomie. Unter dem Zick-Zack-Kurs der Politik leiden nicht nur die Betreiber, sondern auch die Beschäftigten", ärgerte sich Stemmer.

Die aktuelle Sperrstunde bedeute für die Betriebe große Verluste, forderte Stemmer gemeinsam mit den Gastronomen Konzepte zu erarbeiten und gezielte Maßnahmen zu setzen. Darüber hinaus appellierte er an Bundes- und Landesregierung, sich zu überlegen, wie betroffenen Gastronomen unter die Arme gegriffen werden könne. Vor allem auch die Event- und Nachtgastronomie müsse vor dem Bankrott gerettet werden.

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