Coronavirus - "Partytourismus" von Salzburg ins Ennstal

Wegen Sperrstunden-Unterschieden - Anzeigen nach Covid-Kontrollen im Raum Schladming

Ein für Einheimische merkbarer "Partytourismus" nach Schladming hat in den vergangenen Tagen und Wochen im obersteirischen Ennstal Sorgenfalten bereitet: Wegen der Sperrstunde um 22.00 Uhr im Bundesland Salzburg sollen beispielsweise auch am vergangenen Wochenende viele Salzburger danach gruppenweise mit Taxis in die Steiermark gefahren sein, um dort weiterzufeiern, denn in der Grünen Mark ist die Sperrstunde erst um 1.00 Uhr, berichteten Medien am Freitag.

Die Landespolizeidirektion Steiermark bestätigte die Berichte nur teilweise: Am vergangenen Wochenende seien Covid-Kontrollen im Raum Schladming durchgeführt worden. "Es gab auch ein paar Anzeigen, aber das war nicht dramatisch", hieß es. Auffällig viele Salzburger habe man nicht angetroffen. Anders sieht es etwa Georg Bliem, Geschäftsführer der Planai-Hochwurzen-Bahnen: "Da hat sich ein Partytourismus nach Schladming entwickelt, den wir nicht wollten", sagte er zur APA. Er meinte, dass manchmal gleich 20 Leute auf einmal in die Lokale kommen würden, das sei für den Gastwirt schwierig. Er hoffe, dass sich das wieder beruhigt und die Leute einen "vernünftigen Zugang" entwickeln.

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