Coronavirus - Sperrstunde um 22.00 Uhr bleibt in Tiroler Hotels

Differenzierung würde laut Platter zu "Ungleichbehandlung" führen

Entgegen dem Vorgehen von Vorarlberg und Salzburg gilt in Tirol die Sperrstunde um 22.00 Uhr weiterhin auch in Hotels. "Eine Differenzierung zwischen Gästen und Einheimischen in Lokalen führt zu einer Ungleichbehandlung", sagte Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) gegenüber der APA. Es sei nicht zu rechtfertigen, dass Einheimische um 22.00 Uhr die Lokale verlassen müssen, "aber Gäste bis 1.00 Uhr morgens konsumieren können", hielt er fest.

Platter sei bewusst, dass es sich bei dieser Regelung um eine "harte Maßnahme" sowohl für die Tiroler als auch für die Gastronomie und Hotellerie handle. Damit wolle man die Infektionszahlen nach unten drücken und das "Gesundheitssystem sowie den Arbeits- und Wirtschaftsstandort" schützen.

Tirols Wirtschaftskammerpräsident Christoph Walser rief indes die Tiroler und Wirtschaftstreibenden zum Zusammenhalt auf - die Infektionszahlen seien entscheidend für die Reisewarnungen. Mit den Reisewarnungen "steht und fällt der Wintertourismus in Tirol". Sollten sich aber die Zahlen in den kommenden zwei Wochen verbessern, "muss die Sperrstunde meines Erachtens wieder nach hinten verlegt werden", forderte Walser.

Die Österreichische Hoteliervereinigung in Tirol sprach sich zuvor für eine Ausnahme für Hotels aus. Man wisse nämlich, "dass bei gesetzten Essen in Hotels" keine Cluster entstünden. Vorarlberg und Salzburg hätten richtig reagiert, meinte Vorsitzender Manfred Furtner in einer Aussendung. "Wir bewirten Beherbergungsgäste in Tirol genauso wie in den Nachbarbundesländern und auch das Virus verhält sich bei uns nicht anders als jenseits der Landesgrenze", meinte Furtner.

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