Covestro will 2021 Vor-Pandemie-Niveau übertreffen

Kunststoffhersteller machte im Vorjahr 1,47 Mrd. Euro Gewinn - Dividende soll sich künftig an Nettogewinn orientieren

Der deutsche Kunststoffhersteller Covestro hat das Jahr 2020 mit einem Betriebsgewinn (Ebitda) von 1,47 Milliarden Euro abgeschlossen. Das ist zwar 8,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, liegt aber am oberen Ende der wiederholt angehobenen Gewinnprognose. Für das laufende Jahr stellte die ehemalige Bayer-Tochter am Dienstag Ergebnisse über dem Vor-Pandemie-Niveau von 2019 in Aussicht: Im Kerngeschäft wird ein Mengenwachstum zwischen zehn und 15 Prozent erwartet.

Das Ebitda soll 2021 zwischen 1,7 und 2,2 Milliarden Euro liegen und im ersten Quartal zwischen 700 und 780 Millionen Euro. Im Vorjahr sank der Umsatz um 13,7 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro. Trotz Zuwächsen im vierten Quartals konnte der Konzern nach eigenen Angaben die pandemiebedingten Einschnitte im ersten Halbjahr nicht vollständig ausgleichen. Unter dem Strich sank der Nettogewinn um 16,8 Prozent auf 459 Millionen Euro.

An die Aktionäre soll dennoch eine Dividende von 1,30 Euro je Aktie ausgezahlt werden und damit 0,10 Euro mehr als vergangenes Jahr. Covestro peilt künftig eine Ausschüttungsquote von 35 bis 55 Prozent des Nettogewinns an. "Mit der neuen Dividendenpolitik schaffen wir einen stärkeren Bezug zur wirtschaftlichen Gesamtlage von Covestro und ermöglichen eine höhere Ausschüttung in Jahren mit einem Spitzenergebnis", sagte Finanzvorstand Thomas Toepfer laut Mitteilung. Die für 2020 vorgeschlagene Dividende liegt mit einer Ausschüttungsquote von 55 Prozent am oberen Ende der Spanne.

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