Deutschland wegen Corona 2020 erstmals seit Jahren mit Budgetdefizit

Defizit von 4,8 Prozent des BIP

Der Kampf gegen die Corona-Krise hat erstmals seit Jahren ein tiefes Loch in die deutsche Staatskasse gerissen. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung nahmen 2020 zusammen 158,2 Milliarden Euro weniger ein als sie ausgaben, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Berlin mitteilte. Die Summe entspricht einem Defizit von 4,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. 2019 hatte es noch das sechste Jahr in Folge einen Überschuss gegeben.

In der Corona-Krise musste Deutschland jedoch tief die Taschen greifen, um mit Konjunkturhilfen die Folgen der Lockdown-Maßnahmen abzufedern. Zudem führte die Wirtschaftskrise zu einem Einbruch der Finanzkraft der Gemeinden. Der Stabilitätsrat zur Überprüfung der deutschen Staatsfinanzen rechnet wegen der Folgewirkung der Pandemie nicht vor 2024 mit Normalität.

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