Devisen Wien (Nachmittag): Euro bei 1,2165 US-Dollar

Gemeinschaftswährung etwas leichter

Der Euro hat sich gegenüber dem US-Dollar am Mittwochnachmittag etwas leichter gezeigt. Die Gemeinschaftswährung tendierte gegen 15.15 Uhr bei 1,2165 US-Dollar, nach 1,2217 Dollar in der Früh. Am Devisenmarkt zeigte sich im Verlauf eine Dollar-Stärke, die fast alle anderen wichtigen Währungen im Gegenzug belastet hat.

Aktuell gilt die Entwicklung am Markt für US-Staatsanleihen als ein wichtiger Treiber an den Finanzmärkten. Bis zum Dienstag waren die Renditen für amerikanische Anleihen stark gestiegen und in der Laufzeit von zehn Jahren wurde bei 1,18 Prozent der höchste Stand seit März erreicht. Zuletzt war die Rendite aber wieder etwas auf 1,13 Prozent gesunken. Ein Grund für die vergleichsweise hohe Rendite für US-Anleihen ist die Hoffnung auf eine weitere starke wirtschaftliche Erholung in den USA, nachdem der designierte US-Präsident Joe Biden zur Bekämpfung der Corona-Krise eine deutliche Erhöhung der Staatsausgaben angekündigt hatte.

Im Blickfeld standen zur Wochenmitte auch Inflationszahlen aus den Vereinigten Staaten und Industriedaten aus der Eurozone. In den USA sind die Verbraucherpreise im Dezember etwas stärker gestiegen als erwartet. Gegenüber dem Vorjahresmonat seien sie um 1,4 Prozent geklettert. Analysten hatten im Schnitt einen Zuwachs um 1,3 Prozent erwartet. Im Vormonat waren die Lebenshaltungskosten um 1,2 Prozent gestiegen.

Weiters hat die Erholung der Industrie im Euroraum von der Coronakrise im November weit größere Fortschritte gemacht als gedacht. Die Betriebe stellten um 2,5 Prozent mehr her als im Monat davor, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet.

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