Devisen Wien (Vormittag): Euro am Vormittag knapp behauptet

Aktuell bei 1,2155 Dollar - Warten auf Anhörung von Fed-Chef Powell

Der Euro hat sich am Dienstagvormittag mit leichten Abschlägen gegenüber dem US-Dollar gezeigt. Nachdem die Gemeinschaftswährung im frühen Handel noch an die Kursgewinne vom Wochenauftakt angeknüpft hatte, wurde der Euro zuletzt im Bereich von 1,2155 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,2133 Dollar festgesetzt.

Neue Impulse werden am Devisenmarkt am Nachmittag erwartet. Dann wird die halbjährliche Anhörung von US-Notenbankchef Jerome Powell vor einem Senatsausschuss stattfinden. Ein Thema dürfte der Anstieg der Kapitalmarktzinsen sein, der auf steigende Inflationserwartungen zurückgeht. Hintergrund ist das geplante Konjunkturpaket der US-Regierung in Billionenhöhe.

Wegen der zuletzt gestiegenen Renditen für Staatsanleihen stehen Aussagen führender Notenbanker derzeit im Mittelpunkt des Interesses. Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) gehen davon aus, dass Powell bei seiner Anhörung keine Hinweise auf eine Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik geben wird. "Vielmehr dürfte er auf Zeit spielen, solange die Teuerungsraten noch nicht markant gestiegen sind und die Arbeitslosigkeit zu hoch ist", hieß es in einer Einschätzung der Helaba-Experten.

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