Devisen Wien (Vormittag): Euro legt im Frühhandel leicht zu

Aktuell bei 1,1678 Dollar - Sinkflug der türkischen Lira hält an

Der Euro hat am Dienstagvormittag leicht zugelegt. Am späten Vormittag kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,1678 US-Dollar und damit etwas mehr als in der Früh. Der Dollar notierte dagegen zu vielen Währungen etwas schwächer. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1670 Dollar festgesetzt.

Am Dienstag stehen einige Konjunkturdaten auf dem Programm, allerdings zumeist aus der zweiten Reihe mit eher geringer Marktbedeutung. Anleger dürften jedoch Inflationszahlen aus Deutschland in den Blick nehmen. Zuletzt hat es verstärkt Diskussionen gegeben, welche Schlüsse die EZB aus der anhaltend schwachen Teuerung ziehen könnte. Eine Möglichkeit ist die Änderung des langjährigen Inflationsziels.

Der Sinkflug der türkischen Lira hält unterdessen an. Zu Dollar und Euro wurden wie schon am Vortag historische Tiefstände erreicht. Die Lira wird derzeit von mehreren Entwicklungen in die Zange genommen. Zum einen zählt die Türkei zu den Ländern, die durch die Corona-Krise besonders hart getroffen wurde. Zum anderen herrscht in dem Land eine hohe Inflation vor, gegen die die Notenbank in den Augen von Beobachtern nur halbherzig vorgeht. Schließlich wird die Lira durch den neuerlich ausgebrochenen Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan, dessen Schutzmacht die Türkei ist, belastet.

OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten