Druckmaschinen-Hersteller Koenig & Bauer weitet Sparprogramm aus

700 bis 900 Jobs der weltweit 5.660 Mitarbeiter betroffen - Keine Angaben zu KAB Mödling

Der deutsche Druckmaschinen-Hersteller Koenig & Bauer will noch stärker auf die Kostenbremse steigen. Das laufende Effizienzprogramm sei weiterentwickelt und ausgeweitet worden, teilte das Unternehmen am Montagabend in Würzburg mit. Kurz- und langfristig seien nach den vom Aufsichtsrat abgesegneten Maßnahmen 700 bis 900 Arbeitsplätze betroffen. Der Konzern beschäftigte Ende Juni rund 5.660 Mitarbeiter. Zur Österreich-Tochter KBA in Mödling wurden keine Angaben gemacht.

Die Kosten sollen nun bis 2024 um über 100 Mio. Euro niedriger ausfallen, nach mehr als 70 Mio. Euro zuvor. Die Einmalkosten steigen damit heuer von 30 bis 40 Mio. Euro auf einen "mittleren zweistelligen Millionenbereich".

2020 werde sich die Covid-19-Pandemie negativ auf den Geschäftsverlauf auswirken, hieß es in der Mitteilung weiter. Nach Programmabschluss soll der Umsatz bei 1,3 Mrd. Euro liegen. 2019 waren die Erlöse um 0,6 Prozent auf 1,22 Mrd. Euro gesunken.

In Österreich hatte Koenig & Bauer bei der Tochter in Mödling (Niederösterreich) 2014 trotz eines unbefristeten Streiks Hunderte Stellen gestrichen. Bis 2013 hatte man noch mehr als 700 Beschäftigte gezählt, seit 2016 waren es jeweils um die 300, zuletzt voriges Jahr 303. Laut "WirtschaftsCompass" betrug 2019 der Umsatz in Mödling 78 Mio. Euro bei knapp 2 Mio. Euro Jahresgewinn.

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