Energieverbrauch 2019 leicht um 1 Prozent gestiegen

Zuwächse im Verkehr und bei Privaten - Rückgang in der Industrie - Stromproduktion höher - Erzeugung aus erneuerbaren Energieträgern legte zu - GRAFIK

Der energetische Endverbrauch ist im Vorjahr laut Statistik Austria leicht um 1 Prozent gewachsen. "Der Anstieg des Energieverbrauchs 2019 ist vor allem auf einen höheren Energieeinsatz im Verkehr und hier insbesondere im Flugverkehr sowie auf einen gestiegenen Verbrauch der privaten Haushalte zurückzuführen. Die Industrie benötigte hingegen etwas weniger Energie als 2018 und das bei gestiegener Produktion", so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Mit 1.139 Petajoule (PJ) und lag der Energieverbrauch ungefähr auf dem gleichen Niveau wie 2017, wie die Statistik Austria am Freitag mitteilte.

Im Verkehrssektor (413 PJ) und bei den privaten Haushalte (281 PJ) gab es einen Anstieg um je 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Anstieg im Verkehr war vor allem bedingt durch die Zunahme beim Flugverkehr um 15 Prozent auf 41 PJ. In den vergangen zehn Jahren ist der Energieverbrauch des Flugverkehrs um 50 Prozent gestiegen (Verbrauch 2009: 28 PJ). Im Straßenverkehr gab es von 2018 auf 2019 ein Plus von 1 Prozent auf 353 PJ, das ebenso hoch war wie die Steigerungsrate des Kfz-Bestandes.

Der Zuwachs des Energieverbrauchs bei den Haushalten war höher als jener der Heizgradsumme (+1 Prozent) - die den temperaturbedingten Energiebedarf definiert - und lag auch über dem Anstieg des Bevölkerungsstandes (+0,5 Prozent).

Der Energieeinsatz des Dienstleistungssektors, der zu mehr als 60 Prozent zur Bereitstellung von Raumwärme dient, nahm um 3 Prozent auf 112 PJ zu. Der Energieeinsatz der Industrie sank um 2 Prozent auf 312 PJ.

Nach Energieträgern betrachtet verzeichnete der Endverbrauch von erneuerbaren Energieträgern und Strom keine nennenswerte Änderung. Der Einsatz von kohlebasierten Energieträgern (+1 Prozent auf 17 PJ), Erdgas (+1 Prozent auf 198 PJ) und Fernwärme (+1 Prozent auf 72 PJ) entsprach dem Anstieg der Heizgradsumme. Der Zuwachs bei Erdölprodukten (+2 Prozent auf 439 PJ) war im Wesentlichen durch die Entwicklung im Verkehr bestimmt.

Die Produktion von elektrischer Energie stieg um 9 Prozent auf 255 PJ. Bei etwa gleichem Einsatz wie im Vorjahr erfolgte der Ausgleich zum annähernd gleichbleibenden energetischen Endverbrauch durch weniger Importe (minus 7 Prozent auf 94 PJ) und mehr Exporte (+20 Prozent auf 83 PJ).

Die Erdgaslagerbestände erhöhten sich wegen höherer Importe (+9 Prozent auf 492 PJ) und niedrigerer Exporte (minus 46 Prozent auf 98 PJ) um 106 PJ. Dieser Anstieg entspricht ungefähr einem Drittel des gesamten Jahresverbrauches.

Bei der Fernwärme stiegen Produktion und Endverbrauch um 1 Prozent, was der Entwicklung der Heizgradsummen entsprach.

Bei der inländischen Erzeugung von Rohenergie gab es bei den relevanten fossilen Energieträgern Rückgänge. Bei Erdöl waren es minus 5 Prozent auf 28 PJ und bei Erdgas minus 10 Prozent auf 32 PJ. Die Erzeugung aus erneuerbaren Energieträgern stieg um 5 Prozent auf 430 PJ. Kräftige Steigerungen gab es dabei bei Wasserkraft (+7 Prozent auf 146 PJ), Windkraft (+24 Prozent auf 27 PJ) und Photovoltaik (+17 Prozent auf 6 PJ).

(GRAFIK 1394-20, Format 88 x 68 mm)

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