EU kündigt Millionenhilfe für Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar an

39 Millionen Euro zugesagt

Die EU stellt 39 Millionen Euro für die Versorgung von Rohingya-Flüchtlingen bereit. "Der neuerliche Sturz der rechtmäßigen Regierung durch die Militärs in Myanmar droht die bereits gravierende humanitäre Krise, mit der sich Vertriebene und von Konflikten betroffene Bevölkerungsgruppen bereits konfrontiert sehen, zu verschlimmern", erklärte EU-Krisenmanagementkommissar Janez Lenarcic am Dienstag in Brüssel.

In Bangladesch verschärfe zudem die Covid-19-Krise die ohnehin schwierigen Bedingungen, unter denen fast eine Million in Lagern untergebrachte Rohingya-Flüchtlinge und ihre Aufnahmegemeinschaften zu leiden hätten.

Nach Angaben der EU-Kommission werden von der Gesamtsumme 24,5 Millionen Euro für die Versorgung von Flüchtlingen in Bangladesch bereitgestellt. Weitere 3 Millionen Euro sind für Hilfen für staatenlose Rohingya in anderen Ländern der Region vorgesehen und 11,5 Millionen Euro für Hilfen für Binnenvertriebene direkt in Myanmar. Das Geld soll es den humanitären Partnern der EU ermöglichen, Nahrungsmittel, Unterkünfte sowie eine grundlegende Gesundheits-, Wasser- und Sanitärversorgung bereitzustellen. Zudem kann es zum Beispiel in Schulen und Ausbildung investiert werden.

Die muslimische Bevölkerungsgruppe der Rohingya wird in Myanmar seit langem diskriminiert. Infolge von brutalen Übergriffen von Militärs flohen 2017 Hunderttausende Menschen nach Bangladesch. Nach dem Putsch in Myanmar wird nun befürchtet, dass sich die Situation für die noch im Land verbliebenen Rohingya noch einmal verschlechtern könnte.

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