Europas Börsen starten schwächer, Brexit-Verhandlungen im Fokus

Impfstoff-Hoffnungen verlieren an Märkten an Bedeutung - Euro-Stoxx-50 verliert 0,8 Prozent

Die europäischen Börsen sind am Montag mit Verlusten in den Handel gestartet. Der Euro-Stoxx-50 fiel bis 9.40 Uhr um 0,83 Prozent auf 3.509,81 Punkte. Der deutsche DAX notierte mit einem Minus von 0,55 Prozent bei 13.226,27 Zählern. Der britische FTSE-100 hielt mit einem knappen Minus von 0,01 Prozent bei 6.549,53 Punkten. Belastet wurden die Märte zum Wochenstart von neuen Brexit-Unsicherheiten.

Bei den Brexit-Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien zeichnet sich weiter kein Durchbruch ab. EU-Chefunterhändler Michel Barnier habe die Botschafter der 27 Mitgliedstaaten darüber unterrichtet, dass es noch keine Einigung gebe, und er habe sich mit Blick auf die Chancen für eine Einigung eher pessimistisch geäußert, sagte ein Diplomat am Montag der Nachrichtenagentur Reuters.

Als mögliche Belastungsfaktoren für die Börsen gelten auch die wieder aufflammenden Spannungen zwischen China und den USA und die für Exportunternehmen ungünstige Euro-Stärke. Die positiven Effekte von den Hoffnungen auf Corona-Impfstoffe dürften an den Börsen hingegen langsam an Bedeutung verlieren. Viel Positives dürfte hier schon eingepreist sein, schreiben die Analysten der Helaba. Zudem dürften sich einige Marktteilnehmer für dieses Jahr bereits verabschieden und ihre Bücher schließen.

Überraschend gute Exportdaten aus China wirkten sich am Montag nicht merklich an den Börsen aus. Auch in Europa und den USA stehen zum Wochenstart keine marktbewegenden Daten an. Wichtige Impulse erwarten Börsianer jetzt von den geldpolitischen Entscheidungen der EZB am Donnerstag. Die Helaba-Analysten erwarten hier vor allem eine mögliche Anpassung des Notfall-Kaufprogramms PEPP. Einen Zinsschritt halten sie hingegen für unwahrscheinlich.

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